Dienstag, 20. Dezember 2016

In Linie gehalten

Wegen der unangenehmen Striemen auf meinem Hinterteil hatte ich die Nacht auf dem Bauch verbracht, allerdings nicht im verhassten Käfig… mein Herr hatte mir erlaubt, auf seinem schönen weichen Fell zu schlafen. Nachdem er mit seiner Gefährtin recht zeitig zu einem Spaziergang in die Unterstadt aufgebrochen war, legte ich mich noch mehr ins Zeug, um mit meinen Arbeiten fertig zu werden. Kleidung hatte er mir übrigens solange verboten, bis ich mich erneut beim Bauern für mein Versehen bei der Bedienreihenfolge entschuldigt hatte. Meinem Herrn war es nämlich sehr wichtig, mit den roten Striemen auf meinen Pobacken zu zeigen, wie er mich für meinen Fehler bestraft hatte. 

Ich traf ihn und die Gnädigste auf der Gasthausterrasse und traute meinen Augen kaum, die seit Ewigkeiten durch ständige Abwesenheit glänzende Wirtin dort zu sehen. Durchaus verständlich also, dass meine diversen Namensänderungen an diesem Weib vorbeigegangen waren und sie mich „Dina“ nannte, was mein Herr aber sofort korrigierte. Merkwürdigerweise behauptete er, lange über einen neuen Namen für mich nachgedacht zu haben. Hmmm… hatte ich etwa nur geträumt, plötzlich zu einem mit „A“ beginnenden Namensvorschlag aufgefordert worden zu sein und mir war unkreativ wie ich bin spontan kein anderer eingefallen als „Arya“? Egal, ich bin meinem Herrn für diesen viel weicher klingenden Namen als irgendeiner mit „ita“ wirklich sehr dankbar, auch wenn es nicht mein Wunschname ist.

Der für die Gnädigste offensichtlich immer noch sehr wichtige Umzug in das ehemalige Haus des Schmieds war bei meinem Eintreffen anscheinend erneut Thema, denn sie erkundigte sich sogleich bei meinem Herrn, ob er mich über ihre Pläne bereits informiert hatte. Um vermutlich vor allem sein Weib erst mal zufrieden zu stellen, gab er mir nun den Auftrag, mich um die Bestandsaufnahme möglicherweise erforderlicher Renovierungsarbeiten zu kümmern. Damit waren allerdings nur bauseitige Schäden wie abbröckelnder Putz, Löcher in den Wänden und sowas gemeint und keine Schönheitsarbeiten wegen doofer Wandfarbe… dafür ist sich die Gnädigste anscheinend nicht zu fein und mein Herr hält sich da offensichtlich lieber heraus.

Eigentlich war ich ganz froh, um die Malerarbeiten herum zu kommen. In Anbetracht meiner unguten Erfahrungen mit Tinte wären sonst womöglich schlimmste Kollateralschäden zu befürchten. Die Frage meines Herrn nach einer Möbelbestandsaufnahme konnte ich übrigens umgehend beantworten. Da wir im jetzigen Haus wirklich alles haben, werden auch im neuen keine zusätzlichen Möbel benötigt. Er muss also nichts kaufen, außer er will seiner Gefährtin jetzt ein eigenes Zimmer einrichten. Sämtliche Überlegungen hierzu verkniff ich mir aber lieber und werde mich auch zukünftig hüten, sie ungefragt zu äußern. Einzig für Fenris legte ich mich ins Zeug… der neue Garten bietet nämlich Platz für einen deutlich größeren Sleenkäfig.

Damit war das leidige Umzugsthema zum Glück erst einmal beendet. Meinen Herrn interessierte viel mehr, ob ich unterwegs dem Bauernkrieger begegnet war, was ich in einer Mischung aus ungutem Gefühl und Erleichterung jedoch verneinen musste. Während ich mir nichts anmerken ließ und mir jeglichen Kommentar zu den widersprüchlichen Empfindungen in mir verkniff, sprach die Wirtin aus, warum der Bauer so selten in der Stadt zu sehen ist: „Der ist entweder schon wieder in den Fellen oder auf einer Reise.“ Letztendlich blieb meinem Herrn nichts anderes übrig, als diese ihm wenig gefallende Tatsache brummend hinzunehmen, denn er konnte daran ja nichts ändern.

Mit Erstaunen erfuhr ich von einem Erbe, das mein Herr sich erhofft. Anscheinend hatte er während meiner Feldarbeit eine Nachricht vom Tod des Vaters von Sechs erhalten und spekulierte nun auf dessen Geld und Landbesitz in Thentis. Seine Erbberechtigung scheint allerdings noch sehr unklar zu sein, weil Sechs inzwischen unfrei ist. Es könnte also passieren, dass das Erbe an den Heimstein des Vaters geht und mein Herr sich die Nase wischt. Ich bin jedenfalls gespannt, was die jortssche Schreiberin in Erfahrung bringen wird, die von meinem Herrn in dieser Sache beauftragt wurde tätig zu werden und das Erbe notfalls einzuklagen.

Gerne hätte ich meinem Herrn übrigens noch eine kleine Kostprobe meiner sanften Finger & Co. gegeben, mit denen ich mir als Gegenleistung die Hilfe einiger Hafenarbeiter beim Umzug erhoffte. Ich war mir sicher, so wie er mich angrinste, war er auch nicht abgeneigt, doch leider befanden wir uns nicht in der Taverne, sondern im Gasthaus und dort zusammen mit zwei freien Frauen, auf deren echauffiertes Gekreische er natürlich keinen Wert legte. Anstatt Kostprobe fragte mein Herr breit grinsend schließlich seine Gefährtin: „Irina, wollen wir nach Hause und uns dort mal etwas ansehen?“ Ich vermute, im Gegensatz zu mir hatte sein Weib keine Ahnung, worum es ging.

Und ich sollte Recht behalten. „Was willst du mir denn zeigen?“ erkundigte sie sich zuhause angekommen sofort neugierig, sodass ich von meinem Herrn den Befehl erhielt: „Arya, hol das, was du gestern nach unten gebracht hast, genauso wieder hoch, wie du es nach unten gebracht hast.“ Während ich nun auf Händen und Knien die Treppe hinunter krabbelte und mit der Gerte im Mund zurückkam, schaute die Gnädigste offensichtlich zum ersten Mal auf mein Hinterteil, entdeckte dort die Striemen und erkundigte sich nach dem Grund dafür, den mein Herr ihr zufrieden schmunzelnd mitteilte, nachdem er mir die Gerte abgenommen hatte.


„Arya dreh dich um… Irina, was meinst du, sind die Striemen aus deiner fachkundigen Sicht morgen noch gut zu sehen… oder ist eine Auffrischung nötig?“ Während ich mir vorsorglich schon mal auf die Unterlippe biss und die Luft anhielt, befühlte die Grüne meine empfindliche Haut mit den fünf vermutlich sehr deutlich sichtbaren Striemen und gab dann ihr Urteil ab: „Aii, man sieht sie noch… sind einige besonders deutliche darunter... müssen also nicht erneuert werden.“ „Arya, wenn du morgen den Bauernkrieger nicht antriffst, frischen wir das Ganze mit sechs Schlägen auf deinen Hintern wieder auf… oder sind sechs zu wenig, Irina?“

Sofort begann mein Herz vor Angst ganz wild zu klopfen und ich krallte meine Finger in das dicke Fell unter meinen Händen, weil mein Herr die Gerte deutlich hörbar durch die Luft zischen ließ. Von der Gnädigsten kam leider jedoch nur „…keine Meinung dazu“, „…deine Entscheidung“, also das übliche Blablabla, mit dem sie sich wie immer aus allem herauszuhalten versuchte. Doch mein Herr ließ noch nicht locker und versuchte es erneut: „Irina, das ist bedauerlich… ich dachte, du möchtest, dass ich die Sklaven in Linie halte und dass hier Disziplin unter den Mädchen herrscht!“

Auch mit diesen Worten erhielt er von der angeblich so nachsichtigen Freien nur weiteres, nichtssagendes Gesäusel: „Mein Gefährte, du hast viel mehr Erfahrung im Umgang mit Sklaven als ich… insofern möchte ich dazu nur sagen, es ist wichtig, dass die Sklaven spuren.“ Mittlerweile tobte in mir ein wilder Sturm kaum auszuhaltender Gefühle… schreckliche Angst vor erneuten Schlägen und riesige Enttäuschung, weil mein Herr anscheinend nicht mehr dazu stand, dass erst dann eine Auffrischung der Striemen erforderlich wird, sollten sie nicht mehr zu sehen sein, kämpften mit den heißen Wellen, die er mit seinen sanften, sehr erregenden Berührungen in meinem Sklavenkörper erzeugte.

Der Nachhilfeunterricht meines Herrn für die Gnädigste in Sachen Sklavenerziehung, Methoden und Mittel zum auf Linie halten und wie man seiner Kajira zeigt, wer das Sagen hat, ging daher verständlicherweise weitestgehend an mir vorbei, bis er die Gerte vor meinen Mund hielt und mir befahl: „Arya kehrt! Bring sie wieder weg, die brauchen wir heute nicht!“ Danach durfte ich mich wundervoll dicht neben meinen Herrn knien und mich an ihn anschmiegen, während er sichtlich zufrieden zum Ausdruck brachte, wie sehr ihm meine gute Erziehung und mein nackter Anblick gefällt und mit seiner Hand herrlich sanft durch meine Haare strich.

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