Freitag, 13. Januar 2017

Macht

Genau wie bei allen anderen Kajirae, ist es auch mein größter Wunsch, meinen Herrn zu erfreuen. Doch bin ich selbstverständlich kein Übermensch, sondern nur eine einfache Sklavin… also eigentlich ein Nichts. Ich bemühe mich stets zu lernen, leider passiert mir gelegentlich aber auch mal ein Fehler. Mir ist meine Hilflosigkeit bewusst und dass mein Herr die Macht hat, mit mir zu tun, wonach ihm der Sinn steht… einfach so aus Willkür, ohne Grund. Aber nun zu dem, was vor einigen Tagen passierte.........

Ich hatte wieder auf dem herrlich weichen Fell meines Herrn fantastisch geschlafen und wachte voller Tatendrang auf, mich wie befohlen an einem Plakat zu versuchen. Mein Herr erhofft sich damit, eine Wilde zurück zu bekommen oder zumindest Hinweise über sie, da sie ihm bereits zweimal schon entwischt ist. Ich hatte mein Bestes gegeben, nur ist es mit meinen künstlerischen Fähigkeiten nicht allzu weit her, sodass ich ihm schließlich unsicher mein Werk zeigte, nachdem er von einem seiner Rundgänge zurückkam. Puhh… ich hatte Glück! Er fand es ganz akzeptabel und schickte mich damit gleich zum Infobrett an der Rückwand der Brauerei.


Selstverständlich bemühte ich mich, beim Annageln die Nägel zu treffen und nicht meine Finger. Trotzdem gingen einige meiner Hammerschläge mit entsprechendem Getöse aufs Holz der Anschlagtafel und lockten den Brauereikrieger an, der plötzlich um seine Hausecke schaute. Das Plakat interessierte ihn allerdings weniger, da er nun zufällig auf seinem Dach einen schwarzen Vogel entdeckte oder eigentlich eine dicke Federkugel, mit unbekanntem fliegerischem Können. Bei meinen letzten Hammerschlägen entrüstete sich der kleine Dicke mit einem "Krk krk kraaah" und schaffte es tatsächlich, ein Dach weiter zu fliegen, um uns von dort neugierig zu beäugen. 

Es war jedenfalls kein junger Tarn, sondern eine Art Rabenvogel, zumal ihn auch die Brotreste sehr interessierten, die ich aus dem Gasthaus holte. Der Brauer fand sofort Gefallen an ihm als Brauereimaskottchen… er dachte sogar laut darüber nach, zukünftig mit „Rabenbräu“ zu firmieren und wollte das Dickerchen „Specki“ nennen. Doch meinen Herrn interessierte viel mehr, ob sich das Federvieh womöglich in eine Frau verwandelt, wenn es geküsst wird… zu einem Kuss war er allerdings nicht bereit. Letztendlich wurde nichts aus „Rabenbräu“, da „Specki“ plötzlich mit einem Stück Brot davon flatterte, um sich lieber irgendwo ungestört darüber her zu machen.


Mit der Überlegung meines Herrn, ob man den Vogel mit einem Kuss verwandeln kann, wendete sich mein so gut begonnener Tag leider. Ich konnte mal wieder meinen Mund nicht halten und gab eine überflüssige, dumme und vor allem missverständliche Bemerkung von mir, für die ich von meinem ungehalten brummenden Herrn sofort eine Kopfnuss kassierte mit dem Hinweis: „Darüber sprechen wir zuhause noch, Arya.“ Blöderweise rutschte mir später im Gasthaus noch eine gemurmelte Bemerkung heraus, die seine Laune leider weiter verschlechterte. „Arya, entweder du sagt etwas richtig oder ich werde ärgerlich… das solltest du mittlerweile wissen!“ wurde ich für mein lautes Denken angeherrscht.

Tja, mein Nachhauseweg… mein Herr zog mich an meinen Haaren hinter sich her… war schmerzhaft, jedoch kein Vergleich mit dem was noch kam. Zuhause schubste er mich zu Boden: „Ausziehen, Arya, und auf allen Vieren nach oben krabbeln… ach, und bring die Gerte mit!“ Selbstverständlich beeilte ich mich, diesem Befehl umgehend nachzukommen und glaubte, schon den beißenden Schmerz der Gertenhiebe auf meiner Haut zu spüren. Oben angekommen, bat ich meinen Herrn inständig um Verzeihung, denn mir war längst klar, dass meine blöd formulierte Kussbemerkung wie eine Beschwerde geklungen hatte. Doch er erwiderte nur: „Arya, das sind Geschichten und nichts sonst… du aber küsst meine Füße oder auch anderes, weil ich es will… verstehst du das? Zieh mir jetzt meine Stiefel aus!“ 

Barfuß lautete sein nächster Befehl: „Füße säubern, Arya!“ Gleichzeitig zischte die Gerte, allerdings nur durch die Luft und ruhte dann erstaunlich sanft auf meinem Hinterteil, während ich mich nun mit Hingabe ins Zeug legte. Eine ganze Weile sagte mein Herr nichts, brummte auch nicht, bis er mir dann befahl: „Wenn du fertig bist, Arya, lass kaltes Wasser in die Wanne ein und reich mir ein Stück Seife!“ Ohje, mir schwante Schlimmes und ich glaubte sogar schon zu schmecken, was nun kam… doch es kam sogar noch schlimmer und damit meine ich jetzt nicht, dass mein Herr meine Hand- und Fußgelenke fesselte.


„Arya, du hast wieder angefangen laut zu denken!“ Bei diesen Worten packte er erneut meine Haare, zog mich mit einem schmerzhaften Ruck zur Wanne und drückte meinen Kopf in das fies kalte Wasser, sodass sich meine Kopfhaut äußerst schmerzhaft zu einem Bruchteil ihrer eigentlichen Größe zusammenzog. Das Ganze ging so schnell, dass ich zuvor keine Zeit mehr hatte, noch einmal richtig Luft zu holen. In meiner aufsteigenden Panik begann ich mich trotz meiner Fesseln zu winden. Doch als ich endgültig glaubte ersticken zu müssen, wurde mein Kopf wieder hochgerissen… das war’s allerdings noch nicht! Während ich wie eine fast Ertrunkene nach Luft japste, steckte mein Herr mir die Seife in den Mund und drehte sie dabei hin und her.

„Arya, niemand mag Sklaven, die laut denken oder leise vor sich hin murmeln… gegen sowas hilft nur, gut den Mund ausspülen!!“ Ich erinnere nicht mehr, ob ich gleich anfing zu würgen oder erst als mein Herr meinen Kopf mitsamt der Seife in meinem Mund wieder ins eiskalte Wasser eintauchte. Ich weiß nur noch, es war Panik aus einer Mischung, mangels Luft zu ersticken oder an Erwürgtem, das ich wegen dem oberekeligen Seifenknebel nicht loswurde. Nach einer gefühlten Ewigkeit durfte ich erneut atmen und immer noch würgend meinen Mund ausspülen. Doch kaum hatte ich mich etwas beruhigt, steckte mein Herr mir erneut die Seife in den Mund und bewegte sie noch ausführlicher hin und her, bevor mein Kopf wieder ins Wasser eintauchte.

Doch diese Spülung nahm ich kaum noch wahr, genau wie die Worte: „Einmal spülen reicht meistens nicht… ich werde lieber auf Nummer gehen“. Ich glaube, mein Zappeln wurde weniger und wirklich gesträubt habe ich mich auch nicht mehr. Die Mischung aus oberekelhaftem Seifengeschmack und meinem Erbrochenen in Kombination mit der Todesangst zu ertrinken, ließ mich vollkommen apathisch werden. Mein einziger Gedanke war, dass ich meinen Herrn mit meinem Benehmen so verärgert hatte, dass er mich loswerden wollte, allerdings erst nach dem Vergnügen meiner vorherigen Bestrafung. Vollkommen hilflos wie ich war, konnte er mit mir machen was er wollte.

Kein Wunder also, dass ich ängstlich zusammenzuckte und annahm, jetzt hätte meine letzte Ihn geschlagen, als ich plötzlich eine Berührung meiner Haare spürte, nachdem mein Herr meinen Kopf wieder aus dem Wasser gezogen hatte. Doch im nächsten Moment registrierte ich ungläubig, wie sanft seine Hand war, die durch meine vor Nässe triefenden Haare strich. „Arya, ich hatte dir Murmeln und lautes Denken ausdrücklich mehrmals schon verboten oder? Es ärgert mich jedes Mal, wenn du es tust und das weißt du ganz genau. Ich habe nicht vor, sowas noch einmal sagen zu müssen… Strenge, Gehorsam und Sklavendisziplin sind sehr wichtig!“ 

Um Fassung ringend nach dieser Machtdemonstration meines Herrn und meiner eigenen Hilflosigkeit, verlor ich aufgewühlt wie ich war, nun endgültig den Kampf gegen meine Tränen und konnte sie einfach nicht mehr zurückhalten. Mit tief gesenktem Kopf suchte ich nach Worten, um auszudrücken, wie leid mir mein falsches Benehmen tat und gelobte Besserung, denn ich möchte meinen Herrn doch erfreuen! Die ganze Zeit lag seine Hand weiter sehr sanft auf meinem Kopf und dirigierte mich schließlich mit leichtem Druck auf sein wundervolles Fell, um mich dort vollkommen hilflos, gefesselt, geknebelt und mit verbunden Augen an der Sklavenöse anzuschließen. 

„Arya, ich habe dich bestraft und morgen ist ein neuer Tag, an dem du immer noch meinen Kragen tragen und mich erfreuen wirst. Alles was heute war, wird vergessen sein… zumindest der unangenehme Teil.“

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