Montag, 9. Januar 2017

Suche nach blauen Flecken

Der Rauch und vermutlich besonders der Geruch vom Branden der Barbarin zog offensichtlich nicht nur bis zum Hof, sondern wahrscheinlich sogar über die gesamte Unterstadt, denn plötzlich tauchte auf dem Marktplatz der Bauer auf. Als ob die beiden verabredet waren, doch solche Zufälle gibt es wohl tatsächlich, kam gleichzeitig vom Hafen her eine Reisekajira zur Schmiede, die nun die neugierigen Blicke sämtlicher Männer auf sich zog, besonders die vom Bauern und meinem Herrn, obwohl an dem Ding wirklich nichts besonders Erwähnenswertes dran war... naja, typische Sammler eben. 

Angeblich war sie herrenlos, trug jedoch einen Kragen, auf dem allerdings kein Name stand. Wie sie zu diesem Halsschmuck gekommen war und auch woher sie stammte, blieb mir unklar, weil die Männerrunde an der Schmiede nach dem Branding nun zum geselligen Teil überging. Ich war nämlich wie so oft die einzige Sklavin, die sich um die trockenen Kehlen der Herren kümmerte und musste nun wegen des Nachschubs an Getränken hinüber ins Gasthaus laufen… die Kajirae der anderen Herren steckten sonstwo, Tuch war eh neu und nach ihrem Brandzeichen inzwischen sowieso apathisch, wurde von meinem Herrn etwas später dann auch nach Hause geschickt.

Bei meiner Rückkehr war übrigens immer noch unklar, an welche Kette die Reisesklavin kam. Für mich vollkommen unverständlich, aber mein Herr und der Bauer überlegten sogar, ob sie um das Mädchen würfeln oder doch lieber kämpfen sollten. Sie zogen schließlich ihre Schwerter, nachdem sich der Bauer weigerte zu würfeln. Anscheinend mächtig an dieser Kajira interessiert, wollte er es offensichtlich nicht dem Zufall überlassen, ihrer habhaft zu werden. Im Vergleich mit den Würfeln rechnete er sich wohl bessere Chancen bei einem Trainingskampf gegen meinen Herrn aus.

Tja, der Kriegerbauer war tatsächlich erfolgreich. Nur logisch also, dass ich mich danach sehr sanft an meinen Herrn anschmiegte und so tat, als müsste ich nach dem Kampf etwas Staub von seiner Kleidung streichen, während ich mit bezirzendem Tonfall ankündigte, eine sehr gute Methode zu kennen, ihn über das verlorene Schwertfuchteln hinweg zu trösten. Außerdem fand ich es wichtig zu erkunden, ob er sich irgendwelche Blessuren beim Sturz auf die Pflastersteine zugezogen hatte… der kurze Kampf hatte nämlich auf dem Marktplatz stattgefunden.

„Wirklich Arya? Hmm hmm… deine Methode werden wir tatsächlich ausprobieren müssen, denn die Suche nach blauen Flecken erscheint mir wichtig. Aber stell dich darauf ein, kleine Sklavin, wenn du mich nicht überraschst, dann werde ich dich überraschen… Arya, bei Fuß!“ Nach einer kurzen Verabschiedung von den anderen Männern ging es also nach Hause, wo ich mich auf der Suche nach Blessuren mit Hilfe meiner weichen Lippen mächtig ins Zeug legte, nachdem mein Herr noch angekündigt hatte: „Arya, wenn du heute nicht auf dem Sägebock festgebunden werden willst, solltest du besonders gewissenhaft prüfen!“

Die Untersuchung mit meinem sanften Mund, die vom zunehmend wohliger klingenden Brummen meines immer heftiger atmenden Herrn begleitet wurde, fiel daher besonders innig aus, zumal mir seine eindeutigen Reaktionen zeigten, dass ich genau auf dem von ihm gewünschten Weg war, um mit meiner hingebungsvollen Methode auch an Stellen, wo man gar keine vermutet, mögliche blaue Flecken aufzuspüren. Bei meinen intensiven Bemühungen blieb allerdings nicht aus, dass mein Sklavenfeuer lichterloh entfacht wurde und die Berührungen meines Herrn mich schließlich in den Abgrund der Lust stürzen ließen.

Wieder zu Atem gekommen blieb mir nur zu bestätigen, dass mein Herr zwar zu Boden gegangen war, mit seinem Schild jedoch sämtliche Blessuren abgefangen hatte… er ist eben ein sehr geschickter Schwertkämpfer. Hach, was für ein unbeschreiblich schönes Gefühl machte sich in mir breit bei seinem: „Arya, ich bin sehr zufrieden mit dir.“ Und als ich dann seine starken Arme um mich spürte, mit denen er mich sehr besitzergreifend und fest an sich heranzog, sodass ich meinen nackten Körper an seine Haut schmiegen und meinen Kopf gegen seine Schulter legen konnte, begann mein Kajiraherz vor Glück einen wirklich wilden Stepptanz aufzuführen. 


Der Sattler wurde am nächsten Tag offensichtlich Nutznießer der ausgesprochen guten Laune meines Herrn. Am Hafen sprach er ihn nämlich erneut auf den Kauf der Barbarin an, von dem mein Herr vor kurzem jedoch nichts hatte wissen wollen. Es kam mir übrigens so vor, also ob besonders Laya ein Auge auf Tuch geworfen, sich anscheinend auch etwas mit ihr angefreundet hatte, denn sie ist ja ebenfalls Barbarin und noch nicht so wahnsinnig lange auf diesem fremden Planeten Gor. Wahrscheinlich erhoffte sie sich von Tuch auch Hilfe und Unterstützung, da die Auftragslage des Lederarbeiters nach wie vor wohl sehr gut ist. 

Die beiden Männer wurden nach einigem Hin und Her über den Kaufpreis jedenfalls einig... ein gutes Geschäft, über das mein Herr später seine Zufriedenheit äußerte.

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