Dienstag, 21. Februar 2017

Mehr Anlauf, mehr Sprunghöhe und noch mehr Spritzer

Der Befehl meines Herrn zum Aufbruch lautete diesmal: „So… wir gehen an die frische Luft und planen etwas Böses.“ Ehrlich gesagt… ich hatte keinerlei Vorstellung, was er sich darunter vorstellte, doch seine Gefährtin frohlockte voller Begeisterung mit leuchteten Augen: „Ich lass mich überraschen!“ Hmmm… mein Herr war sich sogar sicher, etwas Passendes zu finden! Allerdings so ganz wohl war mir irgendwie nicht, während ich hinter ihm und der Gnädigsten Richtung Hafen hinterher trottete. Hoffentlich kam ihm keine Idee, die sich für mich womöglich unschön auswirken könnte, denn ich bin doch nur seine Sklavin.


Am Fähranleger trafen wir den Bauern. Keine Ahnung, wie die beiden Männer darauf kamen, aber plötzlich drehte sich ihr Gespräch um Methoden ins Wasser zu springen und mein Herr meinte grinsend: „…also Arschbomben werden gern gesehen… das spritzt nämlich so schön!“ Der Grünen schien das weniger zu gefallen, denn sie forderte leicht pikiert den Bauern auf: „Bevor du das tust, sag bitte Bescheid, damit ich aus der Gefahrenzone gehen kann, aii?“ Da mein Herr es ja nicht so mit Wasser hat und angeblich nur wie ein Vulo aus Stein schwimmen kann, also eher gar nicht, wollte er seinen Part logischerweise aufs Zuschauen beschränken und schlug vor, lieber mich ins Wasser zu werfen.

Vorher erkundigte er sich jedoch, ob ich überhaupt eine Arschbombe kann. Juhuuu… nichts leichter als das und vor allem sollte ich tatsächlich Gelegenheit bekommen, endlich wieder im Vosk zu schwimmen? Voller Vorfreude, denn ich bade nun mal für mein Leben gern, bestätigte ich die eigentlich überflüssige Frage schnell. Außerdem weiß mein Herr, dass ich wie ein Fisch schwimmen kann und die Temperaturen sind inzwischen doch nun schon seit Tagen wundervoll milde in Jorts. „Dann zeig mal, Arya… aber mit viel Schwung und zieh deine Sandalen vorher aus!“ ließ ich mir von meinem Herrn und von dem Bauern „…ins Wasser, Arya, ins Wasser!“ natürlich nicht zweimal sagen.

Ich zog aber nicht nur die Sandalen aus, sondern machte mich lieber komplett nackig. Außerdem rief vorsichtshalber laut, um irgendwelchem Getier nicht auf die Nase zu springen: „Achtung ihr Wasserviecher!!!...Deckung!!!!!“ Danach nahm ich Anlauf und um den Zuschauern einen hoffentlich gewaltig spritzenden Poklatscher zu zeigen, sprang ich mit einem Riesensatz im hohen Bogen mit angezogenen Knien ins Wasser, bevor ich prustend wieder auftauchte. Leider hatte ich echt nicht damit gerechnet, dass meine Arschbombe in dermaßen arschkaltes Wasser gehen würde… von wegen Schwimmvergnügen.

Entsprechend beeilte ich mich ans Ufer zu kraulen, um möglichst schnell wieder aus dem kalten Nass heraus zu kommen. Außerdem wollte ich ungerne auf der Speisekarte der großen Schwanzflosse landen, die inzwischen vor dem Hafenbecken ihre Runden drehte. Während ich versuchte, mein Zittern zu verbergen, indem ich zum Warmwerden von einem Fuß auf den anderen hüpfte, bezeichnete der Bauer meine Bombe übrigens als Ritzenklatscher, gab mir für Schwung und Begeisterung aber sogar eine glatte 8 und mein Herr immerhin noch die Note 7,8.

Danach forderte mein Herr: „Arya, spring noch mal… diesmal aber mit mehr Anlauf, mehr Sprunghöhe und mehr Spritzern!“ Pahh….von wegen kaltes Wasser… die Chance auf ein solches Vergnügen ließ ich mir selbstverständlich trotzdem nicht entgehen und verlängerte nun meinen Anlauf bis in den Torbogen zwischen Brauerei und Schmiede hinein. Dank der Warnung meines Herrn an den sich jetzt dazu gesellenden Sattler „Vorsicht… nicht in der Anlauflinie stehenbleiben!!“ und meiner Warnung „Aaaaaachtuuung… ich kooooommme!!“, gelang es mir an dem Herrn vorbei zu preschen und mit einem noch größeren Satz ins Wasser zu bomben. 

Es war immer noch tarkskalt, aber diesmal bekam ich für den Platscher die Note 8,3 von meinem Herrn und auch von dem Bauern, vom Sattler jedoch nur eine 6. Der Herr bemerkte dann allerdings, dass er sein Schild falsch herum hielt, weil er doch nicht lesen kann. Inzwischen konnte ich mein Zittern und Zähneklappern aber tatsächlich nicht mehr verbergen und hoffte natürlich, dass ich mich an meinen Herrn anschmiegen durfte, der mich jedoch anwies: „Nein Arya, rubbel dich jetzt erst mal trocken und zieh dich wieder an. Hehe, ich mag nicht, wenn du dich so nass anschmiegst… lieber wenn du warm und weich bist.“ 

Für diesen Tag beendete er damit die Wassersprünge, doch wenn es wärmer ist, will er unter den Kajirae von Jorts Fähre Arschbomben-Stadtmeisterschaften austragen… das wird bestimmt ein Riesenspaß werden! Die Details dazu stehen allerdings noch nicht fest, obwohl die Männer verschiedene Möglichkeiten erörterten, von wo gesprungen werden kann und wie ausladend das Hinterteil der Sklavinnen maximal sein darf, damit nicht das Hafenbecken geleert wird und alle nachfolgenden Teilnehmerinnen bis zum nächsten Tag warten müssen, damit wieder genug Wasser nachgelaufen ist.


Da wegen der Kälte meines Bades Bewegung nun genau das Richtige war, denn Bewegung macht warm, erhielt ich von meinem Herrn den Auftrag, Getränke heran zu schaffen. Inzwischen war erstaunlicherweise sogar die Sklavin des Bauern am Hafen eingetroffen, die den Hof eigentlich nur in Ausnahmefällen verlässt, sodass ich ohne lange zu fragen einfach nur für meinen Herrn, den Sattler und die Gnädigste etwas zu trinken holte…. eine Entscheidung, die sich mit dem Rückzug des Bauern ins Gasthaus dann als sehr vorausschauend herausstellte, denn ich glaube der Herr trinkt nur sitzend.


„Arya, anschmiegen, damit du warm wirst!“ Hach… was für ein schöner Befehl meines Herrn, den ich mir selbstverständlich nicht zweimal sagen ließ und dem ich zu vorgerückter Ahn noch viel inniger auf seinem Schoß nachkommen durfte, sodass mir schließlich seeeehr warm wurde. Auch mein Herr und der Sattler beschlossen irgendwann nämlich, sich auf die Terrassensitzkissen zu verlagern. Andernfalls wäre ihnen bestimmt die Farbe des Lampenschirms an der Brauerei entgangen, die an diesem Tag besagte, dass es im Gasthaus freie Getränke gibt. 

Merkwürdig, mal wieder hatte nur mein Herr davon etwas mitbekommen… seine Aussage wurde allerdings wenig später von einem laut in der gesamten Stadt zu hörenden „OK“ des Brauereibesitzers bestätigt. ;-)

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