Dienstag, 18. April 2017

Bodenkontakte und Besuch

„Eine Hand, bis Arya es vergisst.“ Tja, es dauerte sogar eine Hand länger, dennoch traf genau diese Vermutung meines Herrn nun ein. Eigentlich wollte ich nach meinem gute Nacht Wunsch gerade in den verhassten Sklavenkäfig krabbeln, als ich plötzlich von einem hauptmannsmäßigen Kopfpatscher gebremst und angeherrscht wurde: „Arya, was hast du vergessen?!“ „Oh Mist… deine Waffen, mein Herr!“  rief ich erschrocken aus, als mir sofort siedend heiß einfiel, ich hatte das Erinnern vergessen! Ungehalten brummend über mein Versäumnis streckte mein Herr mir seine Waffen entgegen und ich flitzte die Treppe herunter… leider etwas zu schnell, denn kurz vorm Waffenständer polterte sein Schild zu Boden. 

„ARYA… was war DAS?“ brüllte er natürlich prompt. „Nichts passiert, mein Herr… es war nur dein Schild und das kann ja Stöße ab. Nur meine Festhaltetechnik muss ich noch verbessern!“ rief ich zur Erklärung, während ich sämtliche Waffen im Ständer neben der Haustür unterbrachte. Wieder oben zurück bei meinem Herrn stammelte ich eine Entschuldigung, wurde dabei aber leider sehr unangenehm am Ohr gepackt und wütend ermahnt: „Arya, mein Schild ist nicht dafür gedacht, von einer kleinen, ungeschickten Sklavin fallen gelassen zu werden und deine Vergesslichkeit gefällt mir auch nicht!“ 

Danach hörte der fiese Zug an meinem Ohr zwar auf, doch griff mein Herr stattdessen an meinen Kragen. Er zog mich hinter sich her, warf mich auf seinem Fell zu Boden, stellte einen Fuß auf meinen Rücken und fesselte mich mit geübten Handgriffen. Als nächstes kramte er kurz in der Truhe mit den Sklavensachen, knebelte mich und zog mir die Sklavenhaube über den Kopf. Zuletzt befestigte er noch die Kette vom Sklavenring an meinem Kragen und drückte mich mit dem Fuß zur Seite, sodass ich auf dem harten Boden unter dieser merkwürdigen Liege lag und nicht mehr auf seinem schönen weichen Fell. 


„Das nächste Mal bist du nicht so vergesslich Arya!“ Mein leises, klägliches Wimmern zur Bestätigung war das Letzte, was ich für etliche Ahn in äußerst unbequemer Lage auf den harten Bodenbrettern schlecht bis gar nicht schlafend von mir gab, bis mein Herr mir am nächsten Tag Haube und Knebel abnahm, die Fesseln löste und mich begrüßte: „Tal meine kleine Arya… ich sehe, du hast bequem geschlafen!“ „Tal mein Herr… naja… auf jeden Fall war es sehr dunkel…“ erwiderte ich ihn anlächelnd lieber nur sehr vage, um dann erst einmal meine Lippen sehr innig auf seine Sandalen zu drücken. Hach, was war ich erleichtert, ihn danach schmunzeln zu sehen!

„Arya, mach dich ausgehbereit… ich habe dem Brauer ein Extratraining versprochen… mal sehen, ob wir ihn finden!“ Der Krieger wartete bereits an der Trainingswiese und mein Herr war mit seinem Vorschlag einverstanden: „Wir sporteln ein paar Runden und wer die wenigsten gewinnt zahlt anschließend die Getränke… Arya, du zählst.“ Die Drohung meines Herrn, mir Stockschläge auf die nackten Füße zu geben, falls ich mich verzählen sollte, ließ meine Miene versteinern, während ich mich hütete, dazu auch nur den Piep eines Kommentars verlauten zu lassen. 

„Das macht sie nicht“ kam beschwichtigend vom Brauereikrieger… Worte, die mir richtig gut taten. Trotzdem wurde ich vor Angst stocksteif und wagte nicht, die Hand meines Herrn zu genießen, die meine Haare nun durchwuschelte. Er muss dann aber wohl gespürt haben, was seit seiner Ankündigung der Schläge in mir vorging, denn er ergänzte nun beschwichtigend: „Ich weiß, dass du dich nicht verzählst, Arya.“ Dabei ging sein Wuscheln in sehr sanftes Kraulen über und ich beruhigte mich ein wenig.

Anfangs sah es für meinen Herrn übrigens gar nicht so schlecht aus, bis der Brauereikrieger die durch seine ungünstigen Wachen verursachten Trainingsdefizite jedoch aufholte und sich die harten Bodenkontakte meines Herrn zunehmend häuften. Immer wieder wurde ich aufgefordert, den Zwischenstand bekannt zu geben, bis er schließlich ankündigte: „Wer zuerst 20 Mal zu Boden gegangen ist, hat verloren… ich schaff es leicht, dich noch 10 Mal ins Gras zu schicken!“ Naja, der Vorsprung des Brauers war doch nicht mehr einzuholen, mein Herr nahm das Ergebnis aber gelassen, zumal es häufig sehr knapp gewesen war und er wirklich gut gekämpft hatte.

Das Ale für den Brauer und ein Krug mit Grasflecken-Frust-Paga gingen anschließend im Gasthaus also auf meinen Herrn. Aus Dankbarkeit, weil der rothaarige Krieger an mich geglaubt hatte und er kurz vor dem Verdursten eh keinen Wert auf Bedienung mit Hingabe legt, schob ich neben meinem Herrn niederkniend gleich als Erstes den Alekrug und einen Becher über den Tisch zu ihm hinüber. Der schöne Rarius schnappte sich auch tatsächlich umgehend sein geliebtes Ale und belohnte mich mit breitem Schmunzeln, während ich mich meinem Herrn widmete und mir nicht zweimal sagen ließ: „Mein Frust entfrustet sich schon… aber wenn du noch näher heranrutscht, Arya, geht das sicher viel schneller!“

Ich schmiegte mich also noch inniger an und achtete darauf, dass im Entfrustungsbecher nicht zu viel Luft war, während das Gespräch der beiden Männer über Kajirae und die Leidenschaft des Brauers fürs Zocken an mir vorbei plätscherte. Sein Kommentar zu den bestellten Trinkbechern mit nackten Kajirae drauf, lautete übrigens: „Ich stell mir gerade die Mimik der Heilerin vor, wenn sie die sieht. Da wird sie bestimmt Augendruck kriegen. Arya... der Anblick könnte zu Überreaktionen führen, da musst du gleich fächeln!“ Mal abwarten, vielleicht hilft gegen ihre Schnappatmung auch der Hinweis meines Herrn, dass die Bilder zu grünen Studienzwecken gedacht sind?


Zu vorgerückter Ahn tauchte zur Abwechslung mal keine Reisekajira auf, sondern ein Weib wurde angespült… aus außerhalb, bloß auf der Durchreise und auf der Suche nach Wasser. „Hehe, außerhalb ist sehr viel!“ meinte mein Herr und der erstaunte Brauer verhaspelte sich mehrfach: „Ahhh, von außerhalb! Ja, da war ich auch schon mal… interessante Gegend! Und deine… ähhh… Schwes… ähhh… Begleitung lauert... ähhh… wartet wo?!“ Letztendlich stellte sich heraus, die Freie wollte ein neues Wasserfass kaufen, weil das alte einen Bosktritt abbekommen hatte und leckte. Außerdem hatte sie angeblich 2 Sklavinnen anzubieten, allerdings nicht dabei und nur B-Ware, nämlich oberhässlich. 

Achja und sie brachte ständig sämtliche Himmelsrichtungen durcheinander… vermutlich Ablenkung? Dem Brauereikrieger kamen übrigens ähnliche Gedanken wie mir, denn er sprach schließlich offen die Vermutung aus, das Camp der Besucherin sei von Waldweibern bewohnt. Doch darauf ging die Frau nicht wirklich ein, sondern stelle eine Frage, bei der ich glaubte, falsch gehört zu haben: „Je weiter nördlich wir reisen, desto kleiner werden die Krieger, das hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt... sind hier in der Gegend alle so klein?“ „Was klein? Ich bin gut gewachsen!“ empörte sich mein Herr zu Recht und forderte den Brauereibesitzer auf: „Steh mal auf und zeig der Frau wo der Hammer hängt!“

Das Weib versuchte sich in Schadensbegrenzung, bettelte aber eigentlich noch mehr um einen Kragen: „Ich bin nicht hier um zu streiten, wer den größten hat... also den größten Krieger…“ „Wer den längsten hat, weiß ich ganz sicher“ machte sich mein Herr jetzt lustig und ergänzte bei ihrer Frage, ob es darüber Wettbewerbe gibt: „Ja, aber ich verrate dir nicht, wer das ist… kannst ja die Mädchen fragen!“ Nach kurzem Nachforschen über die Gesuchte auf dem Plakat am Aushangbrett, schien die Neugier der Frau befriedigt, Außerdem hatte sie je ein Fass Paga und Ale gekauft, sodass sie sich verabschiedete, um ihre erfolgreichen Geschäfte im Camp zu verkünden, wo angeblich alle bereits auf sie warteten, eine Übernachtung im Gasthaus kam daher nicht in Frage.

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