Donnerstag, 15. Juni 2017

Heute beides…

...zwei folgenschwere Worte.

Mist, meine Nacht am Sklavenring war nicht die beste und ich nicht wirklich gut ausgeschlafen… doch darüber ließ ich nichts verlauten. Da ich kein Interesse am ekelig schmeckenden Waffenputztuch meines Herrn hatte, muckste ich mich nicht, denn ich muss mit seinen Launen und Willkür nun mal leben. 

Ihm war am Abend zuvor anscheinend nur so, nämlich ohne für mich ersichtlichen Grund einfach danach gewesen, mich in dieser unbequemen Lage übernachten zu lassen… sein gutes Recht, ich bin nur eine Kajira. Sonderlich erbaut darüber, dass er mit seiner Rothaarigen das Haus verlassen hatte, war ich natürlich nicht, übte mich aber stumm in Geduld. 

Ich nutzte die Zeit für ein paar Überlegungen und hatte mich gerade dazu entschieden, wie ich der Kajira die Hierarchie und ihren Platz an der Kette meines Herrn verdeutlichen konnte, als sie offensichtlich gut gelaunt auftauchte und meine Fesseln löste. Die Voraussetzungen erschienen mir bestens geeignet, gleich mit meinen Anweisungen zu beginnen… leider lag ich falsch mit dieser Annahme.

Mein Herr war wie erwartet nicht sonderlich erfreut, ging aber auf die lächerlichen Unterstellungen seiner Besserwisserin nicht ein, sondern drohte uns mit unschönen Maßnahmen und stellte klar, dass seine Rana mich ab sofort anzusprechen hat, wie ich es wünsche und dass sie meinen Befehlen zu gehorchen hat, als ob es seine sind. Mir befahl er: „Arya, ich erwarte von dir, dass du eine gute Kettenerste bist… streng, aber gerecht und keine Schikanen, verstanden?“ Natürlich beeilte ich mich, ihm diese Selbstverständlichkeit umgehend zu bestätigen.

Danach ging es zur Wiese hinter dem Hof. Mein Herr hatte dem Brauereikrieger ein zusätzliches Waffentraining versprochen und lief schon mal vor, während wir uns noch um die Mitnahme von Paga und Ale kümmerten. Ich war wirklich erleichtert, wie höflich seine Rana jetzt war, keinen Hauch aufmüpfig mehr und auch nicht besserwisserisch, sondern sehr bemüht und freundlich, sodass ich nicht schon wieder die Kettenerste heraushängen lassen musste. Vielleicht war der Machtkampf tatsächlich beigelegt? Mal abwarten. 


Das Training brachte zwar ein paar auszuwaschende, zusätzliche Grasflecken, aber der Paga für meinen Herrn war offensichtlich genau das Richtige in Sachen Treffsicherheit.

Mir war zwar nicht klar, wie es möglich sein konnte, dass seine Rana und ich ihm Glück bringen, doch er behauptete: „Wenn ich ohne Sklavin trainiere, verliere ich immer… wenn also eine Sklavin Glück bringt, müssen zwei noch mehr Glück bringen… und die Kombination aus zwei Sklaven mit Getränken, bringt es dann richtig.“

Er schlug sich übrigens nicht nur bei diesem Extratraining wirklich gut, sondern auch am nächsten Tag beim Waffentraining mit einigen aus Belnend angereisten Kriegern. 


Die belnendschen Rarii reisten zwar nach Trainingsende gleich wieder ab, doch die Erfolge meines Herrn und des Brauers wurden selbstverständlich noch am Hafen mit Kalana begossen… Letzterer blieb aber bei seinem geliebten Ale. Leider muss seine gute Form meinem Herrn zu Kopf gestiegen sein, denn erneut versuchte er den Sattler zu überreden, ihm Laya zu verkaufen... war sogar bereit, Gold und noch ein Fass Paga auszugeben! Ich verstand wirklich nicht, warum er eine dritte Kajira will… Hauptsache haben!? Merkwürdig, aber meine Blicke schweiften wie von ganz alleine Richtung Vosk und ich stellte mir vor, wie es wäre, von den reißenden Stromschnellen erfasst und abgetrieben zu werden.


Wie gut, dass mich das Ale für den gutaussehenden Brauereikrieger von meinen Gedanken ablenkte, dem das Training anscheinend genauso gut gefallen hatte wie meinem Herrn. Noch besser schien ihm jetzt aber zu gefallen, dass ich unaufgefordert sein Lieblingsgetränk brachte: „Aaahh, beflissen wie immer… schön dass du mir ein Ale bringst, Arya, ich bin ganz ausgetrocknet!“ rief er aus und angelte sich lächelnd den Becher. „Das hab ich gebraucht!!“ Sichtlich zufrieden wischte er sich nach einem großen Schluck den Schaum vom Mund und mein Herr bot an: „Arya bringt dir so viel Ale wie du willst.“ Mich interessierte jedoch vor allem, schmeckte das Ale so gut, wegen großem Durst oder weil ich es gebracht hatte? 


„Heute beides“, schmunzelte der Krieger, sodass ich in Sachen Nachschub erneut in die Taverne flitzte. Ich dachte natürlich, seine Antwort bezog sich auf das Angebot meines Herrn und den großen Durst. Mist, meine Entscheidung, jetzt lieber gleich einen Krug zu füllen, stellte sich leider als eine folgenschwere heraus. Ich wurde zwar noch gelobt „das hast du gut gemacht, Arya….“, aber mit Blick auf den Krug wurde mir erklärt: „…aber ich wollte kein neues Ale… stehen lassen will ich‘s nicht… wird ja warm, was schade wäre... zurückfüllen geht gar nicht… also wirst du jetzt diesen Krug Ale in einem Zug leeren, Arya… nur Mut, trink aus.“ Ohje, unsicher ob ich das schaffe und mein schmunzelnder Herr es mir erlaubt, druckste ich unschlüssig herum.

Breit grinsend befahl er jedoch: „Arya, gehorche, sonst krieg ich schlechte Laune.“ Ok, das wollte ich natürlich nicht. Ich holte also tief Luft, hielt mir die Nase zu und hob den Krug an meine Lippen, während der Brauer mich aufzumuntern versuchte: „Du schaffst das, Arya… das gibt Kraft, zeig was du kannst!“ Sein Glaube an mich ehrte mich sehr, trotzdem setzte ich noch einmal ab: „Danke, dass du an mich glaubst, Herr… aber Moment noch, das war vorschnell eben… ich muss mich vorbereiten, denn bevor ich tauche hole ich auch immer einige Male ganz tief Luft.“ Amüsiert lachte er über mein Getue: „Trinken, nicht tauchen darin! Herrje, bist ja schlimmer als ich!“

Langsam und konzentriert atmete ich mehrfach tief ein- und aus, was logischerweise einige Zeit brauchte, in der mein Herr leider ungeduldig wurde: „Arya auf ex, das ist doch nicht so schwer!“ Davon ließ ich mich allerdings nicht aus der Ruhe bringen, setzte schließlich aber doch den Krug erneut an meine Lippen, hielt mit einer Hand meine Nase zu, kniff vorsorglich auch noch meine Augen fest zusammen und schluckte, schluckte, schluckte. „Gib alles, Arya… sieht gut aus… bisschen noch, noch bisschen…“, kam vom sichtlich begeisterten Brauer, während er den Krug fest hielt und mir zwei dünne Rinnsale Ale aus den Mundwinkeln liefen.

Ich schaffte es tatsächlich, sämtliches Ale zu trinken, muss dabei aber Luft mitgeschluckt haben, die sich anschließend mit einem gewaltigen Rülpser entlud. Flüssiges sprudelte dabei aber zum Glück nicht rückwärts. „Und wie fühlst du dich Arya?“ erkundigte sich der Brauer neugierig. „Voll Herr... total voll… und ich glaube, mein Bauch nähert sich der goreanischen Idealfigur.“ „Ach, du fühlst dich nicht eher leicht, mit so einem Hauch von Wurschtigkeit?“ bohrte er weiter. Nee, das war nicht der Fall, wie kann man sich leicht fühlen, wenn einem das Ale bis Oberkante Unterlippe steht? Ich öffnete meinen Mund und fragte, ob man das womöglich sieht, bekam aber mit strengem Blick zu hören: „Mund zu, Hand davor, warten...alles wird gut!“

Tja, ich glaube, es wurde gar nichts gut, denn das Warten hatte eine schreckliche Wirkung… meine Zunge wurde total schwer und merkwürdigerweise immer klebriger, sodass ich schließlich kaum noch sprechen konnte. Keine Ahnung, was dann noch passierte………

1 Kommentar:

  1. Also so lasse ich das jetzt nicht hier stehen, irgenwann muss mal Schluß sein mit Tatsachen verdrehen, Lügen und Halbwahrheiten. Von meiner Seite hat es nie einen Machtkampf gegeben, denn ich hatte Arya vom ersten Augenblick an als Erste akzeptiert. Doch kommt da die blanke Eifersucht zum Vorschein und darum schikanierte sie 89 grundlos wo sie nur konnte, dank der Macht, die ihr der Herr gegeben hatte. Aber selbst vor ihm machte sie nicht halt, sondern zog ständig seine Anordnungen in Zweifel und stelle ihn als unfähig hin. Aber das konnte sie sich auch erlauben, da er alles durchgehen lies und ihr nach dem Mund redete. ((original Chatlogs hab ich noch))
    Darum hab ich auch Jorts Färe verlassen, weil das Rp sehr einseitig gelaufen ist.

    Lg Rana alias 89



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