Dienstag, 13. Juni 2017

Wie man in den Wald hinein ruft…

Oha, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet… 89 war zurück. Eigentlich brauchte ich noch ein paar Ehn zum Verdauen dieses gänzlich unerwarteten Ereignisses, doch mein Herr rief: „Arya, bist du oben? 89 ist wieder da und ich habe sie umbenannt!“ Mir blieb nichts anderes übrig, als die Kanne zum Gießen der Blumen abzustellen, an der ich mich mit gespitzten Ohren festgehalten hatte, als die beiden nach Hause gekommen waren. Außerdem interessierte mich, was ihn zur Namensänderung veranlasst hatte, weil seine Heimgekehrte doch lange weg gewesen war.

Eilig hüpfte ich die Treppe hinunter, der neue Name blieb vorerst jedoch geheim. Mein Herr teilte mir lediglich mit: „Ich hatte gute Laune… das kommt hin und wieder vor. Erstaunlicherweise hat meine Familie sie zurückgeschickt… aber ich dachte eigentlich, du freust dich mehr, dass sie wieder da ist, Arya.“ Hmmm… Sleenkacke wegmachen hin oder her, schon lange habe ich mich daran gewöhnt, mich um alles, jeden, sonstiges, das Gasthaus, die Taverne und überhaupt zu kümmern… warum sollte ich mich also der Hoffnung hingeben, dass ausgerechnet dieses Mädchen bleibt? 

„Arya, du wirst dich an sie gewöhnen. Mach ihre Kette mal ab, wir gehen in die Stadt!“ unterbrach mein Herr meine Gedanken. Während ich seinem Befehl nachkam, schluckte ich sämtliche in mir tobenden Gefühle herunter und begrüßte die Heimgekehrte: „Tal 89, willkommen zurück im Haus meines Herrn… auf mit dir, zieh dich an, es geht nach draußen.“ Ups, jegliche Reaktion blieb aus, die Sklavin rührte sich nicht. „Sie hat es mit den Ohren, mein Herr“, informierte ich ihn und zischte die Schwerhörige danach an, was ich von ihr erwarte, wenn ich ihr einen Befehl gebe.

Toll, das Miststück schaute hinter sich, als ob dort jemand kniet, legte es offensichtlich auf einen Machtkampf mit mir an… na, den konnte sie haben! „Rana, bist du taub geworden?!“ machte mein Herr sich ungehalten Luft und ich erfuhr immerhin den neuen Namen seiner Sklavin, die weiter regungslos in ihrer Ecke blieb, irgendwann aber antwortete: „Nein mein Herr, ich höre sehr gut, nur dachte ich, dass noch jemand neben mir ist, den die Herrin mit 89 anredet.“ „Stell dich nicht dumm, Rana!“ grummelte mein Herr und stampfte zur Tür hinaus, während ich klar stellte, dass ich ihre Erste bin und sie nennen kann, wie ich will.

„Mein Herr bestimmt, welchen Namen ich trage… nicht du“, wurde mir mit überlegenem Lächeln mitgeteilt. Tja, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus… jetzt war ich diejenige, die sich taub stellte. Ich verzichtete auf eine vermutlich überflüssige Erwiderung, für mich blieb sie 89. Dass sie danach meine Befehle irgendwann komplett ignorierte und ich mich um sein Getränk kümmerte, entging natürlich auch meinem drohend zwischen uns hin und her schauenden Herrn nicht: „Arya, Rana… klärt das, sonst helfe ich nach!“ Ok, das wollte ich tun, allerdings erst später, denn über das Wann hatte er sich nicht geäußert. Vorerst gab es Wichtigeres, als diesem dummen Vulo die Leviten zu lesen.

Sichtlich erheitert, fragte 89 meinem Herrn doch tatsächlich, ob ich noch seine Erste bin. „Rana, wenn Arya dich 89 nennen will, dann darf sie das… da mische ich mich nicht ein.“ Eigentlich hatte er damit nun wirklich alles geklärt und meine Stellung über dieser Kajira bestätigt… dachte ich jedenfalls. Doch 89 dachte anders und nahm sich heraus, meinem Herrn zu widersprechen: „Ich reagiere aber nur auf den Namen, den mein Herr mir gab.“ Ihm blieb nichts anderes übrig, als zu wiederholen: „Arya ist die Kettenerste, sie kann dich nennen, wie sie will… und wenn sie dich anspricht, egal wie, dann reagierst du!“


Später alleine mit ihm, strich mein Herr mit seiner Hand sehr sanft über meinen Rücken und kam schmunzelnd noch einmal auf die Besserwisserin am Ende seiner Sklavenkette zu sprechen: „Arya, ich will nicht, dass du dich mit anderen Sklaven abärgern musst. Manchmal bist du aber auch sehr stur, was mir meistens gefällt, aber nicht immer. Du darfst zeigen, dass du meine Erste bist, doch vertreib die Rothaarige nicht, damit ich sie zur Not teuer verkaufen kann, denn sie hat viele Münzen gekostet.“ 

Ja, das hatte sie leider. Ich versprach, mir Mühe zu geben mit seinem Geschenk, das er sich selbst gemacht hatte und beteuerte: „Mein Herr, ich möchte doch, dass dir deine Kajira erhalten bleibt und dich ihr Kauf freut.“ „Arya… an erster Stelle steht für mich, dass du mir erhalten bleibst. Du darfst nicht vergessen, wer nach meinen Zwillingen das größte Geschenk in meinem Haushalt ist… es kniet gerade neben mir.“ :-)))

Kommentare:

  1. Auch , oder gerade als erste sollte man sich so nicht benehmen, echt peinlich allein schon die wortwahl. kein wunder das die letzte numer 89 war bei so einer ersten würde es keiner aushalten, keine ahnung was ein Herr an so einer sklavin findet, die ist ja schlimmer wie jede freie und nimmt sich noch mehr wie eine freie raus, und so einen mist noch zu posten ist krass, nun ja warscheinlich brauch sie diese aufmerksamkeit und stachelt deswegen jede neue ihres Herrn aus dem haus, leider spricht das nicht für ihren Herrn und seine erziehung, pfui teufel

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    1. *lacht über so eine lächerliche antwort* so ich gebe nun auch mal mein senf dazu und erstens ist diese sklavin wie sie in gor spielt perfekt davon könnten sihc mal manche kajiras eine scheibe abschneiden . wenn man schon meint einen auf besser wisser zu tuhn sollte man sich vorher überlegen was man oder wie man was von sich gibt.

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  2. Wie kann ein Herr so ein verhalten seiner ersten zulassen ? die hätte ich mit steinen im arm in die Tassa geworfen .

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  3. Was für eine Wortwahl wird denn kritisiert? Versteh ich nicht.
    Abgesehen davon...vielleicht einfach mal ein Buch lesen, könnte helfen, wobei man eigentlich jemanden, der/die sich nur anonym traut, ignorieren sollte.

    Val

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    1. Ah, habe den Stein des Anstosses gefunden *lach* Also ich spiele ja zurzeit wenig, aber ausgerechnet dina vorzuwerfen, sie sei eine schlechte kajira, ist fast schon lustig.
      Nach Jahren in SL Gor und früher in der roten Seide weiß ich, dass es wenige gibt, die so gut wie sie wissen, was es heißt Kajira zu sein.
      Naja... anonyme Beiträge sind mir eh suspekt.

      Liebe, friedliche Grüße an euch alle. Vertragt euch und so^^

      Mirjana, 1. Schriftgelehrte von Jorts Fähre und ab und zu auch bekennend zickig *schmunzel*

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