La Kajira

Vor langer Zeit auf Gor

1. Hin- und hergerissen
neu auf Gor
Ungefähr ein Jahr war schon vergangen, dass ich auf diesem fremden Planten Gor lebte, mir allerdings immer noch nicht erklären konnte, wie ich dort hingekommen war, da mein Erinnerungsvermögen für eine bestimmte Zeit ausgesetzt hatte und einfach stur ein dunkles, unerklärbares Nichts blieb. Aber ich hatte mich trotzdem inzwischen mit meinem mysteriösen Schicksal arrangiert und dachte kaum noch an die Erde zurück, wo ich mir als emanzipierte, beruflich recht erfolgreiche junge Frau solch ein Abenteuer nicht einmal in meinen kühnsten Fantasien hätte vorstellen können. Aus mir war auf Gor ziemlich schnell eine Sklavin geworden, denn ich hatte in dieser so fremden Welt nicht nur meine devote Veranlagung, sondern meine wahre Bestimmung entdeckt. Es galt allerdings noch viel zu lernen… vor allem erst einmal die fremde goreanische Sprache.

bei den Bakah
Auf mein anfängliches Entsetzen darüber, in was für einer schrecklichen Welt ich mich so abrupt und unerklärlich auf einmal befand, folgte eine Zeit des Lernens mit jeder Menge emotionaler Wechselbäder durch meine ersten Herrschaften. Dabei war ich mir schnell sicher gewesen, bereits bei meinem ersten Herrn in Ketora ein neues, sehr schönes Zuhause gefunden zu haben. Doch ich hatte nicht mit Eifersucht und Desinteresse gerechnet und auch nicht mit unverschuldeten Umständen, sodass ich erst innerhalb Ketoras und danach in die Oase der vier Palmen verschenkt wurde, bis ich schließlich zu einem Nomadenkrieger, meinem zweiten Herrn in die Tahari kam. Bei ihm blühte ich förmlich auf und glaubte innerhalb kürzester Zeit die glücklichste Sklavin auf ganz Gor zu sein, denn ich hatte mich ganz schrecklich in meinen Besitzer verliebt. 

Ich fühlte mich wirklich wohl bei meinem Herrn und seinem Wüstenstamm. Sonne und Hitze machten mir nicht allzu viel aus, da es mir auch auf der Erde schon eigentlich nie warm genug hatte sein können. Besonders die Abende am Lagerfeuer waren einfach unvergleichliche Erlebnisse für mich, denn ich liebte es den Erzählungen der stolzen Männer über ihre Kämpfe und Beutezüge zu lauschen, während ich Speisen und Getränke servierte. Noch mehr genoss ich es jedoch für meinen Herrn und die anderen Krieger im Schein der flackernden Feuer zu tanzen. Ich liebte das erotische Kribbeln und meinte die gierigen Blicke der Männer auf meiner nackten Haut fast körperlich zu spüren, während ich mich zum Rhythmus der Trommeln sinnlich und zugleich aufreizend vor meinem Herrn bewegte, der mich dabei mit seinen dunklen Augen fast verschlang. 

mein Bakah-Herr Montribu
Ich genoss aber auch die ahnlangen Gespräche mit meinem Liebesherrn oder einfach nur stumm hinter ihm auf einer Sanddüne oberhalb des Lagers zu knien, mit ihm gemeinsam den über der dunklen Tahariwüste wunderschön funkelnden Sternenhimmel mit den drei Monden zu betrachten, mich zärtlich an ihn zu schmiegen oder seinen verspannten Nacken mit meinen sanften Händen ein wenig durchzukneten. Eine ganz besonders große Ehre wurde es für mich, als er mich sogar zu seinem ersten Mädchen ernannte, nachdem er eine weitere Kajira an seine Kette genommen hatte, die übrigens eine ganz liebe war und sehr schnell zu meiner besten Freundin wurde.

Leider endete diese wundervolle Zeit schlagartig, nachdem mein Herr eine freie Frau kennengelernt hatte, die er zur Gefährtin nehmen wollte. Ich konnte mir überhaupt nicht erklären, warum er sich durch diese Freie so stark veränderte. Alle Vertrautheit mit ihm war wie weggeblasen, als wäre ein heftiger Wüstensturm durch seine Gefühle für mich gefegt. Wobei es meiner Kettenschwester nicht anders erging. Es war auch nicht mein Herr, der mir von seiner geplanten Gefährtenschaft erzählte, nein, ich glaube der ganze Nomadenstamm wusste bereits davon, nur meine Kettenschwester und ich wurden erst als Allerletzte davon in Kenntnis gesetzt und das auch nur durch einen Zufall. Natürlich war ich nur Besitz, ein Nichts, eine Kajira ohne Rechte. Trotzdem brach für mich jetzt meine Gorwelt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Es tat mir unendlich weh, meinem geliebten Herrn offensichtlich so egal oder vielmehr nur noch Luft für ihn zu sein. 

Natürlich hätte ich mich darüber freuen müssen, wenn es meinem Besitzer gut geht und er glücklich und zufrieden ist. Dem war in meinem Fall aber nicht so. Ich wurde schlagartig nicht nur zur unglücklichsten, sondern auch zur eifersüchtigsten Sklavin auf ganz Gor und weinte mir tagelang meine Seele aus dem Leib, bis ich keine Tränen mehr hatte. Meine Verzweiflung wurde immer schmerzhafter und meine Eifersucht machte mir das Leben zur Hölle, quälte mich auch in der Nacht und ließ mich nur noch sehr schlecht und vor allem viel zu wenig schlafen. Eine Folge davon war, dass ich mich kaum mehr auf die mir übertragenen Aufgaben konzentrieren konnte und nur noch mit hängenden Schultern durch das Lager schlurfte, als wäre mir eine viel zu schwere Last aufgebürdet worden. 

Ich lebte in meinem großen Leid wie in Trance und bereite die Mahlzeiten nur noch äußerst lieblos zu. Das Essen war zwar so gerade eben noch genießbar, also nicht komplett verkohlt, zerkocht oder versalzen, aber einfach nicht mehr so schmackhaft gewürzt und schon gar nicht so liebevoll zubereitet wie sonst. Es war wohl einfach ein Spiegel meiner gequälten Seele. Meinem Herrn gefiel das natürlich überhaupt nicht, vor allem nicht, wenn er Gäste hatte. Ich machte ihm mit meinem Benehmen nicht gerade Ehre. Kein Wunder also, dass er mich angeblich zur weiteren Ausbildung, ich denke aber vor allem zur Strafe und damit ich ihm und seiner Gefährtin aus den Augen und aus dem Weg war, schließlich in ein sehr strenges Sklavenhaus nach Samanu schickte, einer kleinen Insel in der Thassa vor Port Kar. 

Samanu
Meine ersten Tage auf Samanu waren genau so schrecklich wie meine ersten in dieser fremden Gegenerde. Ich litt erneut unter furchtbarem Heimweh nach der Erde, hatte gleichzeitig aber auch wahnsinnige Sehnsucht nach meinem Herrn im Wechsel mit einer gehörigen Portion Wut auf ihn und vor allem auf seine Gefährtin. Irgendwann blieben dann allerdings von diesen aufwühlenden, zermürbenden Gefühlen nur noch Frustration und grenzenlose Wut übrig. Ich war mittlerweile obersauer auf meinen ungerechten Herrn und überhaupt genervt von diesem merkwürdigen Gor. Deswegen sah ich auch eine Flucht zurück zur Erde als einzige passable Lösung für mich an. Genau wie in meiner Anfangszeit begann ich mich wieder intensiv damit zu befassen, ob ich den Planeten nicht doch verlassen könnte. 

Meine Gedanken kreisten daher nun weniger um meinen Herrn, dafür aber fast ununterbrochen um irgendwelche abenteuerlichen Pläne und vor allem um mein Zuhause auf der Erde. Besonders schlimm wurde mein Heimweh, wenn ich wie in der Tahari abends in den Sternenhimmel zu den drei Monden schaute und mir nichts sehnlicher wünschte, als nur einen Mond zu sehen. Meine Sehnsucht nach der Erde war besonders groß, wenn ich oft auf mich alleine gestellt war, denn die Bewohner dieser kleinen Insel ließen sich nur wenig bis fast gar nicht sehen und hielten sich einschließlich ihrer Kajirae überwiegend in ihren Häusern auf. Die zwar sehr freundliche, aber äußerst strenge Sklavenhändlerin in deren Obhut ich mich befand, war mit wohlüberlegter Vorsicht zu genießen, meistens aber schwer beschäftigt und hatte daher nur wenig Zeit für mich. 

Sobald ich die von ihr oder ihrer Ersten übertragenen Aufgaben erledigt hatte, nutzte ich daher jede Gelegenheit, um ausgiebig über die Insel zu streifen und für meine Flucht alles genau zu erkunden. Meine Überlegungen und Forschungen gaben meinem Gefühlsleben wieder ein wenig Auftrieb, auch wenn mir einfach kein wirklich guter Plan einfallen wollte, der einigermaßen Aussicht auf Erfolg hatte. Sämtliche Gerüchte über irgendwelche mysteriösen Raumschiffe der Priesterkönige waren einfach zu diffus, um etwas Konkretes in Angriff nehmen zu können. Dennoch setzte ich von einer inneren Unruhe getrieben, meine Streifzüge über die Insel fort. Ein Haus hatte es mir aufgrund seiner abgelegenen Lage und seines Gartens übrigens besonders angetan, sodass mich meine Wege immer wieder dort hinführten. 

Es war von einer sehr hohen, blütenreichen, wundervoll duftenden Hecke umgeben und im Garten waren diverse Brettspiele aufgebaut, was ich ziemlich ungewöhnlich fand. Spiele hatten mich, übrigens auch auf der Erde schon, zwar noch nie sonderlich gereizt, aber so einen Garten hatte ich auf Gor zuvor noch nirgends gesehen. Hauptsächlich zogen mich allerdings meine Fluchtgedanken dorthin, denn das Grundstück grenzte hinter einem sehr hübschen Teepavillon direkt an die Thassa und war durch die hohe Hecke sehr gut vor ungewollten Blicken geschützt. Eine Flucht von dort erschien mir daher um einiges vielversprechender und unbeobachteter als vom Hafen aus, denn ich wollte erst einmal versuchen, diese Insel zu verlassen und vielleicht nach Port Kar zu gelangen. Dort würde ich dann weiter sehen.

die Gartenbesitzerin
Wobei mich die Gerüchte über die Besitzerin dieses Hauses wiederum sehr verunsicherten und sogar ein wenig ängstigten. Gesehen hatte ich sie zwar noch nicht, aber es hieß, sie sei noch strenger als die Sklavenhändlerin. Tja, und eines Tages passierte es dann. Ich sog mal wieder den betörenden Duft die vielen Blüten ein und lugte wie immer äußerst vorsichtig durch die Hecke, um eigentlich vor ungewollter Entdeckung gewappnet zu sein, als mich von der anderen Seite plötzlich über einem Gesichtsschleier zwei blaue Augen erstaunt musterten. Die Besitzerin der Blütenpracht befand sich genau gegenüber auf der anderen Heckenseite und hatte mich nun voll erwischt. In sehr überraschtem, aber erstaunlicherweise überaus freundlichem, fast neugierigem Tonfall, der allerdings auch jede Widerrede von vornherein unmissverständlich ausschloss, zitierte sie mich sofort zu sich in ihren Garten. 

Besonders groß bin ich ja sowieso nicht, aber in diesem Moment wurde ich wohl noch etwas kleiner und kniete letztendlich mit krampfhaft zusammengepressten Schenkeln, leicht zitternd mit schuldbewusst gesenktem Kopf vor dem Urgestein von Samanu. Es war die Herrin Pinion. Sie baute sich in ihren dicken schwarzen, einem großen Zelt nicht unähnlichen Roben nun drohend vor mir auf und wollte wissen wer ich bin, woher ich komme, wer mein Herr ist, wo er lebt, warum ich nicht bei ihm bin und vor allem was ich ganz alleine vor ihrem Grundstück zu suchen hatte, wenn ich doch in Obhut des Sklavenhauses war und warum ich mich nicht anderweitig nützlich machte. Ich glaube, sie wollte noch viel mehr wissen, aber das habe ich mir vor lauter Aufregung nicht alles merken können.

Auf die Schnelle fiel mir als plausible Begründung für mein Auftauchen nur ein, dass ich alle mir übertragenen Aufgaben bereits erledigt hatte, was ja auch stimmte. Ich stammelte weiter, dass mich die wunderschönen Blüten in ihrer Hecke faszinierten, was ja auch einigermaßen stimmte. Ich hoffte natürlich damit ein wenig gute Stimmung bei der Herrin mit dem angsteinflößenden Ruf zu machen. Die vielen Spiele in ihrem Garten fesselten mich zwar nicht wirklich, aber ich fand sie wirklich interessant und vor allem ungewöhnlich, sodass sie eine weitere, in meinen Augen nachvollziehbare und somit gute Begründung für meine Anwesenheit abgaben. Komischerweise schimpfte die Herrin dann überhaupt nicht mit mir. Im Gegenteil, sie schien sich über meinen Besuch und mein Interesse zu freuen und forderte mich nun freundlich auf, eines der Spiele mit ihr zu spielen. 

Hatte sie mich etwa durchschaut und wollte mich nun testen? Ich weiß es nicht. Auch wenn ich wie schon gesagt nicht gerade eine Liebhaberin von Spielen bin, war mir dies in dem Moment vollkommen egal und auf jeden Fall das absolut kleinere Übel für mich. Ungeeignet für Spiele jeglicher Art wie ich nun mal bin, verlor ich natürlich haushoch, doch das war mir wirklich wurscht. Hauptsache die Herrin bekam nicht mit, dass mich eigentlich meine Fluchtgedanken zu ihrem Grundstück getrieben hatten. Die Strafe für Weglaufen kannte ich nämlich, zum Glück jedoch nicht aus eigener Erfahrung. Eine solche Bestrafung ist in der Regel äußerst heftig und kann beim ersten Mal aus einer schweren Auspeitschung bestehen. Bei einer Wiederholung ist sie quasi einem Todesurteil gleichzusetzen, denn eine Kajira mit durchschnittenen Sehnen ist zu nichts mehr nutze und somit unbrauchbar.

Es stellte sich nun heraus, dass die Herrin bald Besuch erwartete, und zwar spielbegeisterte Gäste…. Herrschaften, die die Leidenschaft der Gastgeberin teilten und dem einen oder anderen Brettspiel sehr zugetan waren. Das befreite mich zwar vor weiterem Verlieren, allerdings wurde ich nun von der Heckenbesitzerin dazu verdonnert, ihr einen Tee zu kochen, leider ausgerechnet einen Bazitee. Ich wurde ganz blass bei ihrem Wunsch und spürte sofort den dicken Kloß atemraubender Nervosität in meinem wie zugeschnürten Hals, denn ich hatte diesen Tee mit seiner wirklich komplizierten, aufwändigen Art des Servierens noch nie zuvor zubereitet, lediglich ein einziges Mal irgendwo eine Schriftrolle dazu überflogen und befürchtete nun, mir nicht alles richtig gemerkt zu haben. 

Ich glaube es erübrigt sich näher zu beschreiben, dass sich meine Aufregung und Nervosität in der fremden Küche dieser strengen Herrin nicht legte, sondern sogar noch wuchs, denn ich wollte mich natürlich gerade ihr gegenüber von meiner oberallerbesten Seite zeigen und vor allem meine gute Ausbildung beweisen, auch wenn ich mir fast mein ganzes Wissen durch das Lesen von Schriftrollen selbst beigebracht hatte. Eigentlich komisch, mein rotseidenes Herz schlug sonst eigentlich nur bei Herren etwas schneller, aber jetzt war es mir ganz besonders wichtig, gerade dieser Herrin zu gefallen… vielleicht wegen ihrem Ruf? Ich kann es nicht erklären, aber ich legte mich bei der Zubereitung dieses Tees so ins Zeug wie schon lange nicht mehr in meinem Sklavendasein.

Im Großen und Ganzen ist mir die Teezeremonie dann erstaunlicherweise auch einigermaßen gelungen. Ich zitterte zwar immer noch vor Nervosität wie Espenlaub, sodass die feinen, vornehmen Tassen der Herrin leise klirrten, ließ aber zum Glück keine fallen und hatte auch an die entsprechende Anzahl gedacht, einschließlich aller sonstigen Zutaten und Zubehör. Doch dann passierte mir ein wirklich kapitaler Fehler. Ich kam in meiner Aufregung plötzlich durcheinander und verwechselte den Wunsch für die Zukunft mit dem für die Gegenwart... oder waren es Gegenwart und Vergangenheit? Egal, es war jedenfalls ein extrem peinliches Missgeschick und das ausgerechnet auch noch vor diesem angsteinflößenden Urgestein von Samanu und ihren Gästen. Ich wäre am liebsten im Gorboden versunken.

Lady Pinion
Doch die Gäste bemerkten meinen Fehler vermutlich gar nicht oder waren höflich genug, darüber hinweg zu sehen und die angeblich so strenge Herrin war überhaupt nicht streng, sondern äußerst nachsichtig und fast mitfühlend, nachdem ich ihr gebeichtet hatte, dass mir noch nie jemand diese Zeremonie richtig erklärt hatte und worauf es dabei ankommt. Ich glaube sie sagte sinngemäß, dass Fehler einfach passieren, aber Anlass zum Lernen sein sollten, um es das nächste Mal dann besser zu machen. Seit dieser Ehn sah ich die freundliche Herrin Pinion irgendwie mit anderen Augen, auch wenn ich sie kurz danach wieder ziemlich aus den Augen verlieren sollte. Ich lief nämlich wenige Tage später auf einem meiner Erkundungsstreifzüge am Hafen dem Kommandanten von Samanu über den Weg.


2. Ein schlimmer Fehler
mein Herr Kilthoran
Der Kommandant von Samanu war ein wirklich beeindruckender Rarius, der mich mit seiner goreanischen Art sofort in seinen Bann zog. Einen solchen Mann hatte ich zuvor noch nie kennengelernt. Er war äußerst streng und anspruchsvoll, schaffte es aber ganz schnell mein Kajiraherz wild klopfen zu lassen, wenn ich ihn nur sah und ließ mich alle meine Fluchtgedanken komplett vergessen. Ich konnte mein Glück kaum fassen, als er mit mir eines Tages den weiten Weg in die Tahari auf sich nahm, denn ich gefiel ihm so sehr, dass er mich meinem Vorbesitzer abkaufen wollte. Mein ganzes Flehen und Betteln mich zu verkaufen, hätte meinem damaligen Herrn bestimmt nicht erweicht, denn warum sollte ein Goreaner auf seine unbedeutende Kajira hören. Aber die unheimlich hohe Summe von mehreren Gold konnte er dann doch nicht ablehnen. So wurde ich Eigentum des Kommandanten, einem Krieger, bei dem mein Sklavenfeuer jeden Tag noch heller loderte als je zuvor. Leider geschah jedoch nach wenigen Monden ein ganz furchtbares Unglück. 

Kommandant Kilthoran von Samanu,
sein Sohn, seine Kajirae
Nachdem ich eines Morgens sehr früh zum Markt von Samanu aufgebrochen war, um als Kettenerste für den recht großen Haushalt meines Herrn frische Lebensmittel einzukaufen, brach in seinem Haus ein grässliches Feuer aus. Ich bekam bei meinen Einkäufen zuerst gar nichts davon mit und konnte dann auch kaum glauben, was geschehen war, als alle Einwohner Samanus zum Löschen gerufen wurden. Der schreckliche Brand muss sich so rasant ausgebreitet haben, dass leider niemand der Hausinsassen überlebte. Mein Herr, sein Sohn und meine beiden Kettenschwestern wurden vermutlich von den giftigen Rauchgasen im Schlaf überrascht und müssen ohnmächtig geworden sein, sodass alle erstickten und einen grauenvollen Flammentod starben. Niemand der leider viel zu spät herbeigeeilten Helfer konnte noch verhindern, dass das Haus komplett herunterbrannte. 

Mit diesem Unglück war mein Schicksal erneut besiegelt. Nur durch einen Zufall hatte ich als Einzige diese schreckliche Brandkatastrophe überlebt und wäre wieder an der Stadtkette gelandet, wenn ich nicht das furchtbare Ereignis ohne lange zu überlegen in meiner Verzweiflung tatsächlich zur Flucht von dieser Insel genutzt hätte. Ich wollte nur noch weg von diesem grausigen Planeten, auf dem ich schon so viel Leid erfahren hatte. Für mich war meine Gorwelt endgültig zusammengebrochen. In meiner panischen Kopflosigkeit erinnerte ich mich nun an ein Schiff im Hafen, das mir während meines Marktbesuches aufgefallen war. Aus dem emsigen Beladen mit allerlei Waren hatte ich geschlossen, dass es demnächst vermutlich auslaufen würde. Zusätzlich hatte ich einige Wortfetzen des Gesprächs zwischen dem Kapitän und einem der Händler aufschnappen können, die mir im Nachhinein meine Vermutung bestätigten. Diesem Schiff galt jetzt mein ganzes Augenmerk. 

Ohne noch lange zu zögern ließ ich meine Einkäufe an der Brandstelle einfach stehen und sauste unbemerkt zurück zum Hafen. In dem durch das Unglück verursachten Gewusel achtete einfach niemand auf eine einzelne Sklavin. Es liefen nämlich immer noch alle aufgeregt durcheinander und versuchten die qualmenden Überreste meines Zuhauses zu löschen, auch wenn es eigentlich nichts mehr zu löschen gab. Mein Plan war nun, zuerst einmal Samanu zu verlassen, um vor allem der strengen Slaverin und ihrer Stadtkette zu entkommen. Alles Weitere würde sich danach schon ergeben... dachte ich jedenfalls. Wobei ich mir inzwischen sehr sicher bin, dass ich überhaupt nicht gedacht habe und es vermutlich auch nicht konnte, so geschockt wie ich war. Immerhin war ich aber schlau genug, eine Weile hinter den gestapelten Warenkisten eines großen Verkaufsstands auszuharren, um das Schiff mit wild klopfendem Herzen erst einmal ausgiebig und zum Glück unerkannt zu beobachten. 

Trotz meiner Kopflosigkeit war mir durchaus klar, wie wichtig es ist, einen geeigneten Moment abzupassen, um mich heimlich an Bord zu schleichen. Als die Seeleute dann vor dem Auslaufen offensichtlich noch ein letztes Mal die Taverne aufsuchten, nutzte ich diese perfekte Chance. Immer wieder schaute ich mich nervös um und rechnete jederzeit mit Entdeckung, hatte mir aber nicht einmal eine passende Ausrede für diesen Fall zurechtgelegt. Soweit hatte ich wiederum nicht geplant. Doch ich hatte Glück und es gelang mir tatsächlich unbemerkt an Bord zu gelangen. Ich schlüpfte durch die noch offen stehende Ladeluke und suchte mir tief unten in der letzten Ecke des dunklen Laderaums zwischen Kisten und Säcken ein einigermaßen sicheres Versteck. Dort wartete ich mit vor Angst fast zerspringendem Herzen auf das Auslaufen des Schiffes und weinte mich nach den schrecklichen Erlebnissen dieses ereignisreichen Tages schließlich in einen tiefen Schlaf der Erschöpfung.

Flucht über die Thassa
Ohne jedes Zeitgefühl wurde ich irgendwann von heftigsten Schiffsbewegungen geweckt. Das Schiff knarzte und ächzte bei jeder stampfenden Bewegung. Zusätzlich hörte ich ein unheimliches Heulen und Jaulen aus der Takelage, das nicht gerade zum Abbau der in mir aufsteigenden Angst beitrug, auch wenn ich solche Geräusche vom Segeln auf der Erde durchaus einzuordnen wusste. Zusätzlich war es so stockfinster in dem jetzt muffig riechenden Laderaum, dass ich nicht einmal die Hand vor meinen Augen erkennen konnte. So gewaltig wie die offensichtlich sehr hohen Wellen mit dem Schiff zukehr gingen, mussten wir anscheinend inzwischen nicht nur die offene Thassa erreicht haben, sondern zusätzlich auch noch in einen heftigen Sturm geraten sein. 

Ängstlich kauerte ich weiter in meinem Versteck und versuchte durch tiefes Ein- und Ausatmen tapfer gegen die aufkommende Übelkeit anzukämpfen. Da ich wusste, dass die Psyche bei Seekrankheit eine ganz erhebliche Rolle spielt, versuchte ich mich damit zu beruhigen, dass Kapitän und Steuermann bestimmt genau wissen was zu tun ist. Gleichzeitig bemühte ich mich zur Ablenkung gegen meinen revoltierenden Magen an etwas Schönes zu denken, was mir jedoch überhaupt nicht gelingen wollte. Meine inzwischen wieder ununterbrochen um das Unglück kreisenden Erinnerungen und meine Verzweiflung über die erneute Herrenlosigkeit waren so übermächtig und allgegenwärtig, dass ich meine traurigen Gedanken einfach nicht in den Griff bekam und meine Tränen nun wieder in Strömen fließen ließ.

Leider hatte ich bei meiner überstürzten Flucht total versäumt, mir auch nur einen einzigen Gedanken um Proviant und vor allem Wasser zu machen. Alle Einkäufe hatte ich in meiner Panik und überstürzten Flucht einfach an der Brandstelle stehen lassen. Aber seekrank wie ich war, war Hunger sowieso kein Problem. Und selbst wenn, ich hätte meinen knurrenden Magen noch eine Weile problemlos ertragen können und mich danach einfach aus den Sa-Tarna-Säcken verpflegt, hinter denen ich mich versteckte, denn der ekelige, allerdings nahrhafte Sklavenbrei wird aus nichts anderem gemacht. Nein, mein Problem war Durst, ganz schrecklicher Durst… so wie damals, als ich schwer verletzt in der Tahari zusammengebrochen war und fast gestorben wäre, wenn mich die Sklavenhändlerin von Sand Sleen nicht zufällig gefunden und gerettet hätte. 

Meine Gedanken kreisten daher ununterbrochen um Wasser und ließen mich nicht mehr los, zumal es auf einem Schiff logischerweise auch noch ständig gluckst. Das einzige Wasser im Laderaum stammte jedoch leider aus der Bilge und schmeckte nicht nur ekelhaft moderig, sondern vor allem ziemlich salzig und war damit absolut ungenießbar. Mir blieb nichts anderes übrig, als gegen meine Seekrankheit ankämpfend schließlich bei heftigsten Schiffsbewegungen durch den dunklen Schiffsbauch zur Ladeluke zu krabbeln. Auch wenn ich natürlich versuchte mich fest zu halten, kassierte ich dabei etliche blaue Flecke. Doch das war mir egal, ebenso wie meine gequetschten Finger, die mir als Krönung dieser Aktion dann die schwere Luke noch verpasste. 

Ich hatte den Laderaumdeckel gerade mühsam einen kleinen Spalt geöffnet, um vorsichtig hinaus zu schauen, als das Schiff genau in dem Moment so stark rollte, dass der schwere Deckel wieder zuschlug und dabei leider meine Hand traf. Mit einem schmerzhaften Aufschrei fiel ich prompt den Niedergang wieder hinunter und konnte in meiner Panik nun endgültig meinen Mageninhalt nicht mehr bei mir behalten. Danach wurde mein Durst natürlich leider noch größer. Aber immerhin hatte ich bei meinem gescheiterten Versuch wenigstens einen kurzen Moment hinausschauen können und wusste daher, die Gelegenheit zur Trinkwasserbeschaffung war verhältnismäßig günstig. Draußen herrschte nämlich stockfinstere Nacht. Ich hatte weder die drei Monde sehen können, noch einen einzigen Stern. Der Himmel war wolkenverhangen und es schüttete zusätzlich wie aus Eimern, sodass sich bestimmt die eine oder andere Pfütze gebildet hatte, aus der ich meinen schrecklichen Durst löschen konnte. 

Um nicht noch weitere Blessuren zu kassieren, war ich bei meinem zweiten Versuch den Laderaum zu verlassen entsprechend vorsichtiger und es gelang mir trotz des heftigen Seegangs tatsächlich hinaus zu schlüpfen. Auf der Hut vor Entdeckung kauerte ich mich erst einmal ganz klein zusammen und ließ meine Blicke neugierig und vor allem sehr vorsichtig übers Deck schweifen. Leider war ich wieder nicht vorsichtig genug, denn das Schiff holte im nächsten Moment so heftig über und pflügte dermaßen durch die aufgewühlte See, dass nicht nur gewaltige Wassermassen übers gesamte Deck gespült wurden, sondern ich leider mit ihnen. Ohne jeglichen Halt zu finden, schlitterte ich panisch nach Luft schnappend mitsamt einer riesigen Welle über die Planken und wurde schließlich über Bord gespült, wo ich tief in der aufgewühlten See untertauchte. 

Zum Glück kann ich sehr gut schwimmen, sodass ich nach einer gefühlten Ewigkeit wieder an die Oberfläche gelangte und dort japsend nach Atem rang. Bei dem wilden Seegang und der umherfliegenden Gischt dauerte es einen Moment bis ich alles geschluckte Wasser ausgespuckt hatte und sich meine gequälten Lungen soweit erholt hatten, dass ich laut um Hilfe rufen konnte. Zusätzlich fuchtelte ich wild mit den Armen. Ich begann um mein Leben zu schwimmen, auch wenn mir sehr schnell klar wurde, dass ich verloren war, nachdem das Schiff ohne Kursänderung einfach weiter gesegelt war. Denn wer sollte mich in dieser finsteren, tosenden Sturmnacht hören oder sehen? 

Leider niemand! Alles Winken und Rufen half nichts. Keiner der Seeleute hörte oder sah mich, bei den tosenden Elementen in dem Sturm eigentlich auch kein Wunder, zumal ja sowieso niemand bemerkt hatte, dass ich als blinder Passagier heimlich an Bord geschlichen war. Außerdem hatte der Steuermann vermutlich selbst genug damit zu tun, nicht ebenfalls über Bord gespült zu werden und zusätzlich auch noch das Schiff vor dem Wind zu halten. Nachdem meine schwimmende Rettung sehr schnell kleiner und kleiner geworden war, bis ich sie endgültig aus den Augen verloren hatte, wurde mir bewusst, ich war verloren und würde über kurz oder lang sterben. 

Auch wenn ich weiter verzweifelt um mein Leben schwamm, war ich schließlich restlos entmutigt. Mir wurde alles egal, ich hatte mich aufgegeben und verlor ich jegliches Gefühl für Zeit. Ich erinnere auch nur noch ganz verschwommen, mich vollkommen erschöpft an ein zufällig vorbeitreibendes, großes Stück Holz geklammert zu haben, bevor mein Denken ausgesetzt haben muss. Wann der Sturm letztendlich vorüber war und wie lange ich überhaupt im Wasser um mein Leben geschwommen war, weiß ich wirklich nicht mehr. Fest an das Treibholz geklammert muss ich vor Erschöpfung schließlich wohl eingeschlafen oder sogar ohnmächtig geworden sein. 

Doch die Priesterkönige hatten anscheinend ein Einsehen mit mir und ließen mich nicht sterben, denn ich kam irgendwann wieder zu mir und registrierte benommen, dass es inzwischen hell geworden war und die Sonne warm auf meinen Rücken schien. Ich schwamm nicht mehr! Mein zweiter Gedanke war immer noch Durst und galt dem Fremdkörper in meinem ausgetrockneten Mund, der offensichtlich meine Zunge war, die dick und geschwollen an meinem Gaumen festzuklebte. Leise stöhnend schlug ich nun meine salzverklebten Augen auf und bemerkte mit ungläubigem Erstaunen, dass ich an einem weißen Sandstrand angespült worden war. Das Meer hatte sich inzwischen beruhigt, sanfte Wellen plätscherten friedlich um mich herum ans Ufer. Schlagartig kamen meine Lebensgeister zurück. 

gestrandet
Ich schaute mich fassungslos um und stellte fest, dass ich neben einer halb ins Meer gebauten Hütte angespült worden war und der Strand von einer üppigen Vegetation gesäumt wurde. Mir wurde nun erst wirklich bewusst, ich hatte tatsächlich überlebt! Aber ich musste etwas zu trinken finden. Der Gedanke an Trinken ließ mich aufstehen, denn würden Pflanzen hier so üppig wachsen können, wenn es nicht irgendwo Wasser gäbe? Hoffnung keimte in mir auf, meine Erschöpfung war auf einmal wie weggeblasen. In der Hütte fand ich leider nur mit allerlei Gerätschaften zum Fischfang und davor eine alte Feuerstelle. Doch etwas abseits vom Strand entdeckte ich eine kleine Süßwasserquelle, die einen schmalen Bach speiste. Eigentlich war es mehr ein Rinnsal, doch es reichte, um an Bäumen und Büschen diverse leckere Früchte und Beeren wachsen zu lassen. Mein großer Durst und auch der erste Hunger konnten also schnell gestillt werden. 

Leider war meine Freude nicht von allzu langer Dauer. Ich war nämlich auf einer unbewohnten Insel gestrandet. Einzig die kleine Hütte gab mir ein wenig Hoffnung, dass hier vielleicht gelegentlich Fischer vorbeikommen. Ein Boot fand ich jedoch leider nicht. Es wurde ein sehr einsames Leben auf dieser kleiner Insel mit unendlich viel Zeit zum Nachdenken. Ich litt zwar keinen Hunger oder Durst, war aber Tag um Tag alleine. Immer wieder lief ich zum Strand, umrundete die Insel ein ums andere Mal und suchte voller Hoffnung den Horizont nach Schiffen ab, leider immer vergeblich. Vorausschauend sammelte ich jede Menge Treibholz und anderes Holz und schichtete es zu einem großen Haufen auf, um es anzuzünden, damit vorbeifahrende Fischerboote und andere Schiffe auf mich aufmerksam werden. Doch es kam einfach nicht zum Einsatz. Meine Verzweiflung wurde mit jedem einsamen Tag größer und ich immer mutloser.

Zum Glück fand ich in der Hütte auch etwas Kleidung. Es waren zwar Männerklamotten, vermutlich die eines Fischers, doch Hemd und Hose passten mir sogar einigermaßen und taten sehr gut ihren Dienst, nachdem sich meine zerschlissene Tunika allmählich in Wohlgefallen aufgelöst hatte. Tagsüber schützten sie mich gegen die sengende Sonne, abends und vor allem in den Nächten gegen die teilweise sehr empfindliche Kälte. Ich liebte es besonders, lange nach den wunderschönen Sonnenuntergängen noch einsam und alleine am Strand zu sitzen und dem sanften Plätschern der Wellen zu lauschen, während ich mich ganz schrecklich nach meinem Zuhause sehnte und weiter den Horizont nach rettenden Schiffen absuchte… leider jedoch vergeblich, bis eines Abends etwas geschah. 


3. Einmal Kajira, immer Kajira!
Ein weiterer einsamer Tag ging langsam zu Ende und ich wurde ziemlich müde, denn es war schon recht spät und mein Lagerfeuer fast herunter gebrannt. Ich ließ es über Nacht vorsichtshalber immer ausgehen, da ich nach der furchtbaren Katastrophe auf Samanu schreckliche Angst vor Feuer und Funkenflug hatte. Wie so oft in der letzten Zeit war ich enorm frustriert, weil ich mittlerweile kaum noch Hoffnung hatte, jemals von dieser Insel fortzukommen und einen neuen Herrn zu finden. Auf eine Rückkehr zur Erde wagte ich eigentlich fast nicht mehr zu hoffen, da mir ein solcher Glücksfall einfach immer unwahrscheinlicher erschien. 

einsame, sternenklare Nacht
Mir war auf meiner Kiste am Lagerfeuer kalt geworden, denn das Zentralgestirn war längst untergegangen und die drei Monde warfen jetzt lange bizarre Schatten der langen Palmenwedel auf den Sand. Schnell streifte ich mir die ausgeliehene Fischerkleidung wieder über und harrte dann wegen der vermeintlichen Brandgefahr noch etwas aus an der Feuerstelle, um versonnen über das stille Wasser zu schauen und den leisen Wellen zu lauschen, als ich irgendwo hinter mir ein ungewöhnliches Rascheln vernahm, das mich veranlasste, mich umzudrehen. Bewegungsunfähig vor Schreck erstarrte ich im ersten Moment und glaubte fast mein Herz würde aussetzen, doch in Anbetracht der menschlichen Erscheinung, die ich dort entdeckt hatte, kamen meine Lebensgeister doch zurück, sodass ich schnell aufsprang, notfalls bereit zur Flucht. Nur wohin sollte ich fliehen? Ich befand mich doch auf einer Insel! 

Sozusagen aus dem Nichts, in Wahrheit aber aus dem Gebüsch hinter den Palmen, war eine ziemlich drohend auf mich wirkende, ganz in Schwarz gekleidete Gestalt aufgetaucht und näherte sich nun im unheimlich wirkenden Licht des Sternenhimmels mit forschen Schritten meinem Lagerfeuer. Auf der anderen Seite meiner Insel musste ein Schiff angelegt haben, ohne dass ich es bemerkt hatte! Obwohl ich mich so sehr danach gesehnt hatte, dass endlich jemand käme, um mich von meinem Einsiedlerdasein zu erlösen, machte mir die Situation nun ganz furchtbare Angst und ließ mich vor Nervosität leicht zittern. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, um den ich immer noch den Kragen meines verstorbenen Herrn trug. 

Lady Pinion
Beim Näherkommen erkannte ich schließlich, die Gestalt war kein Fischer und sowieso kein Mann, sondern erstaunlicherweise eine Frau. Sie war in einen langen Umhang gehüllt und trug die züchtigen Roben einschließlich Gesichtsschleier einer ehrbaren freien Frau. Genau vor mir stoppte die Freie nun und funkelte mich aus blauen Augen, die mir irgendwie bekannt vorkamen, so drohend an, dass es mir die Kehle zuschnürte und vor allem die Sprache verschlug. Ungläubig und immer noch bewegungsunfähig starrte ich mit weit aufgerissenen Augen auf die Herrin. Es war die spielbegeisterte Herrin Pinion von Samanu, die mich mit ihrem plötzlichen Auftauchen fast zu Tode erschreckt hatte, sodass ich glaubte, nur knapp an einem Infarkt vorbeigeschrammt zu sein. 

Mir wurde sofort klar, dass mein Schicksal nun besiegelt sein würde und eine Flucht zur Erde endgültig aussichtslos. Ich konnte bestenfalls hoffen, nach einer schweren Bestrafung am Leben zu bleiben. Wenn die Herrin in der Lage war, mich auf dieser kleinen, einsam gelegenen Insel weitab von den üblichen Schiffs- und Fischerrouten zu finden, und das obwohl auf Samanu doch eigentlich niemand mein Verschwinden bemerkt haben konnte und alle glauben mussten, ich sei ebenfalls bei dem verheerenden Brand ums Leben gekommen, dann war ich nun tatsächlich verloren. Dennoch wollte ich nicht aufgeben, stemmte beide Hände in die Hüften und funkelte die Herrin trotzig mit glühenden Blicken an. So schnell war ich nicht unterzukriegen.

Im Licht des flackernden Lagerfeuers konnte ich an der gerunzelten Stirn meines Gegenübers deutlich erkennen, dass ihr meine nicht gerade schuldbewusste und in keiner Weise demütige Reaktion nicht gefiel, zumal sie mich auch sofort zwar leise, aber dennoch deutlich hörbar hinter ihrem leichten im lauen Nachtwind wehenden Schleier giftig anzischte: „Kleines, hast du etwa alles vergessen was du auf Gor gelernt hast?“
„Nnnnein… Heheherrin“, stotterte ich erschrocken und sank mit einem ziemlich flauen Gefühl im Magen lieber schnell auf meine Knie, um der Herrin die nötige Ehrerbietung zu zeigen und sie nicht weiter zu reizen, während sie mit strenger Stimme fortfuhr: „Wie du siehst, ist Gor nicht groß genug, um sich zu verstecken! Und denke gar nicht erst daran, jemals auf die Erde zurückkehren zu wollen. Es ist aussichtslos, Gor verlassen zu wollen. Ohne den Segen der Priesterkönige wirst du solch ein Vorhaben nie schaffen.“

Mir blieb fast die Luft weg bei diesen Worten, schreckliche Beklommenheit der Erkenntnis schnürte mir den Hals zu. Die Herrin hatte mich durchschaut! Meine nach der langen Einsamkeit auf dieser abgelegenen Insel eh nur noch an einem dünnen, seidenen Faden hängende Zuversicht, jemals wieder auf die Erde zurück zu kommen, verabschiedete sich nun engültig und machte sofort grenzenloser Resignation Platz. Ich spürte, dass mir Tränen in die Augen stiegen und lauschte mit entmutigt hängendem Kopf dem Vortrag der strengen Herrin.
„Ich habe dich betreffend etwas vor, das sich bislang allerdings um einiges komplizierter gestaltet hat, als ich ursprünglich annahm. Aber nun habe ich dich endlich gefunden.“ 
Drohend trat die Herrin noch einen Schritt dichter an mich heran und wiederholte mit harten Worten: „Du bist von Samanu geflohen, obwohl du die Regeln kennst und weißt, welche Strafe auf Weglaufen steht. Ich vermute, du hattest sogar vor, auf die Erde zurück zu gelangen. Daher werde ich dich töten, denn ich kann nicht dulden, dass du dort herumläufst und von Gor erzählst.“

Nach diesen Worten griff sie mich schmerzhaft am Arm und zog mich Richtung Hütte. Von blankem Entsetzen gepackt, versuchte ich diesem festen, schraubstockartigen Griff irgendwie zu entkommen. Meine einzige Chance am Leben zu bleiben und mich vor der erbosten Herrin zu retten, war mit ihrem Schiff abzuhauen, bevor sie ihre entsetzliche Drohung wahr machen konnte. Doch als hätte sie mein Vorhaben geahnt, zog sie mich plötzlich auch noch grob an den Haaren, sodass mir nichts anderes übrig blieb, als laut klagend vorerst klein beizugeben. In der Hütte angekommen, lockerte sie ihren Griff ein wenig, sodass ich schnell einen weiteren Fluchtversuch startete… leider vergeblich, denn die Herrin schlug mir so hart ins Gesicht, dass ich für einen Moment nur Sterne sah und kurz ohnmächtig geworden sein muss.

„Sieh mich an meine Kleine, ich möchte in deine schönen Augen schauen“, war das Erste was ich hörte, als ich wieder zu mir kam. 
Ich bemerkte, dass ich mich kaum mehr bewegen konnte, da meine Hände inzwischen hoch über meinem Kopf an einen Pfosten gefesselt waren und tat zwar wie geheißen, war aber so verzweifelt, dass ich in meinem Leid nun herzergreifend anfing zu weinen. Meine Tränen strömten mir in breiten, glitzernden Bächen über beide Wangen, sodass ich die Herrin durch den feuchten Schleier nur leicht unscharf erkennen konnte.
Heftig schluchzend begann ich zu jammern: „Du willst mich töten Herrin? Bitte, bitte lass mich am Leben Herrin! Ich verspreche dir auch, ganz bestimmt nicht wieder wegzulaufen! Bitte Herrin, bitte, bitte ich will nicht sterben!“

Doch die Herrin zuckte nur ziemlich gleichgültig mit den Achseln. Sie steckte die Fackel, die sie sich während meiner Ohnmacht geholt haben musste in eine dafür vorgesehene Wandhalterung und schaute sich dann suchend in der Hütte um, bevor sie sich wieder zu mir umdrehte und fortfuhr: „Keine Chance, Du verstehst sicher, dass dein Leben nicht wertvoll genug ist, um ein weiteres Risiko einzugehen. Aber dein Tod wird eine Weile dauern, denn ich möchte ihn wie einen Unfall aussehen lassen. Da diese alte Strohhütte hier sicherlich perfekt brennt, ist meine Wahl auf Feuer gefallen.“

„Bitte kein Feuer, Herrin! Bitte nicht! Bitte mach es schnell! Ich habe so schreckliche Angst vor Feuer, Herrin! Mein Herr ist in den Flammen seines Hauses umgekommen! Hiiilfe, Hiiiiilfeeee!!“ schrie ich mir so laut ich konnte die Kehle aus dem Hals, erntete von der Herrin dafür jedoch lediglich spöttische Blicke. „Schrei ruhig, Kleines. Es ist niemand hier, der dich hören könnte.“ 
Nachdenklich schaute sie mich an und ergänzte dann im ruhigen Plauderton: „Aber vielleicht könnte ich dich alternativ auch ins Meer werfen? Ach nein, der Thassa bist du ja schon einmal entkommen. Das fällt also doch eher flach, denn du schwimmst einfach zu gut.“

Vor Todesangst inzwischen am ganzen Körper jetzt schrecklich zitternd sah ich die Herrin flehend an und zerrte gleichzeitig wie wild an meinen Fesseln, sodass sie schmerzhaft in meine Handgelenke schnitten, erntete dafür jedoch nur ein weiteres missbilligendes Kopfschütteln von ihr und eiskalte Blicke aus ihren blauen Augen. Restlos entmutigt, ohne noch eine einzige Chance auf Entkommen zu sehen, schloss ich resigniert mit meinem Leben ab und schluchzte mit hängendem Kopf kaum mehr verständlich: „Bitte… dann mach es… schnell… bitte Herrin!“

„Ach Kleines, warum hast du es so eilig aus dem Leben zu treten?“ fragte die Herrin leise und ließ mich noch einmal aufhorchen. 
Sofort keimte erneut ein kleiner Funken Hoffnung in mir, der dann jedoch von dem abschätzenden Blick der Herrin und ihrem spitzen Dolch sofort wieder erstickt wurde, den sie nun aus ihrem Ärmel herausholte. Erschrocken schnappte ich hörbar nach Luft und betrachtete mit schreckgeweiteten Augen die blanke Klinge. 
„So ein schönes Kind und solch eine Verschwendung. Ich rate dir, jetzt still zu halten und nicht zu zappeln. Du verstehst sicher, dass du die Kleidung nicht anbehalten kannst.“ 

Diese Logik verstand ich in meiner Panik zwar nicht, aber ich fragte auch nicht weiter nach, denn die Herrin setzte nun den Dolch an meinem Männeroberteil an und schnitt langsam mit der scharfen Klinge durch den ziemlich morschen Stoff. Dabei ging sie sehr vorsichtig vor, während ich entsetzt an mir herunter schaute und gleichzeitig den Atem anhielt. Mit leisem Seufzen trennte sie auch die Ärmel auf, sodass der gesamte Stoff schließlich von meinem nackten Oberkörper herunter glitt und zu Boden fiel. Vor Erleichterung schnappte ich nach Luft, denn sie hatte mir nicht einmal ansatzweise in die Haut geritzt, auch wenn das eigentlich irgendwie überflüssig gewesen war, denn ich sollte ja den Flammentod sterben. Doch zu solchen Gedankengängen war ich in dieser angsteinflößenden Situation nicht mehr fähig.

Ich war mir ganz sicher, dass die Herrin schluckte, als sie nun plötzlich meine entblößten, festen Brüste sah, deren zarte Knospen sich in der inzwischen kühlen, vom Meer herüberwehenden Brise leicht zusammengezogen und aufgerichtet hatten. Auf jeden Fall klang ihre murmelnde Stimme plötzlich ganz anders: „Ich wünschte es gäbe einen anderen Weg, aber...“ 
Sie legte eine nachdenkliche längere Pause ein und setzte dann fort: „Ach nein, schon gut.“ 
Sofort schoss mir eine Frage durch den Kopf, ob es sein konnte, dass diese Freie möglicherweise Frauen begehrte? Denn was eine Herrin in ihren eigenen vier Wänden mit einer Sklavin tut, geht doch niemanden etwas an! 
Natürlich wagte ich nicht eine solche indiskrete Frage zu stellen und auf meine hoffnungsvolle Erwiderung: „Ich wünschte es auch, Herrin“ ging sie leider nicht weiter ein, sondern schob ihren scharfen Dolch nun unter meinen Hosengürtel und ergänzte dann erstaunlicherweise: „Wusstest du, dass ich wirklich immer keusch gelebt habe?“
Ich meinte schon die kalte Klinge auf meiner Haut zu spüren und zog vor Schreck schnell meinen Bauch ein. Während die Herrin nun mit einem einzigen scharfen Schnitt allerdings erst einmal meinen Gürtel durchtrennte, beeilte ich mich zu stammeln: „Herrin… bei einer so …ehrbaren… auf ihren Ruf… bedachten… freien Frau wie dir… kann ich mir… auch überhaupt… nichts anderes… vorstellen!“
„Nur einmal ist etwas Seltsames geschehen und manchmal habe ich merkwürdige Träume“. 
Aha, also doch! Ich glaubte in dieser Äußerung nun die Bestätigung für meine unausgesprochene Vermutung erhalten zu haben. Doch mir stockte schon wieder der Atem. Die Herrin strich bei ihren letzten Worten nun tatsächlich mit ihrem Dolch über meine nackte Haut. 
Ich beeilte mich daher hoffnungsvoll, leicht atemlos vorzuschlagen: “Wenn ich nicht sterben muss und du mich mit nach Samanu zurück nimmst, könnte ich versuchen, deine Träume zu erfüllen Herrin.“ 
Zusätzlich bemühte ich mich, sie möglichst treuherzig aus meinen verheulten Augen anzuschauen, um ihr damit zu verdeutlichen, wie ernst mir dieser Vorschlag war. Doch die Herrin schüttelte nur den Kopf. Ihre Dolchspitze wanderte tiefer bis hinter den Bund meiner Hose und versetzte mich erneut in Angst um mein Leben. 
„Nein, die Träume, die du meinst, schicken sich nicht für eine Freie. Außerdem gäbe es bestimmt Ärger, wenn ich dich zurückbringe und du bei der nächsten Gelegenheit wieder wegläufst, sobald ich dich aus den Augen lasse. Du weißt eben viel zu viel.“ 
Damit riss sie den Dolch mit einem Ruck an sich heran und durchtrennte den schweren Stoff meines Hosenbunds, worauf meine Hose sofort nach unten rutschte, sodass ich nun gänzlich nackt war. Doch das registrierte ich nur am Rande. 
„Was für Ärger Herrin? Ich lauf bestimmt nicht weg, ich werde dir dienen!“ flehte ich sie an und bettelte nach kurzem Zögern: „Bitte Herrin, ich tue alles was du willst, wirklich alles Herrin! Ich bin doch von roter Seide!“ 
Dieses Angebot wäre mir normalerweise nicht so leicht über die Lippen gekommen, denn mein Sklavenfeuer brennt eigentlich nur für Herren. Doch den Tod vor Augen hätte ich ihr sonst was versprochen und glaubte außerdem, dass die Herrin so etwas hören wollte… Keuschheit hin oder her. 
Erschrocken ließ die Herrin prompt den Dolch fallen und schlug mir hart ins Gesicht. „Miststück, was fällt dir ein! Ich bin eine anständige Freie!“ 
Schwer atmend hob sie ihn dann allerdings schnell wieder auf, während ich mich beeilte weinerlich zu beteuern: „Bitte verzeih mir Herrin, ich habe mich vergessen und weiß wie untadelig dein Ruf ist Herrin! Ich kann natürlich auch deinen Haushalt führen!“ 

Erstaunlicherweise schien die Herrin nun tatsächlich leicht zu zögern und erneut nachzudenken, setzte dann zu meinem Entsetzen jedoch den Dolch mit leichtem Druck an meine Scham und zischte mich an: „Das könntest du, aber warum sollte ich mir nicht lieber eine andere Kajira nehmen, eine die ihren Platz kennt und nicht so viele Unannehmlichkeiten bereitet?“ 
Dabei schaute sie mir fest in die Augen und verstärkte den Druck des Dolches weiter. Ich spürte voller Panik, dass bereits einzelne Tropfen Blut an meinem Bein hinab rannen. 
„Soll ich dir dort unten etwas abschneiden, um wirklich sicher zu gehen?“ 
„Nein Herrin, bitte nicht! Ich werde dir keine Unannehmlichkeiten bereiten Herrin! Bitte verzeih mir Herrin!“ kreischte ich in meiner Todesangst.
„Wärest du im Herzen eine Goreanerin, eine echte Kajira, so wüsstest du, was dich vielleicht retten könnte.“
Sie griff sich die brennende Fackel aus der Wandhalterung und kam damit langsam und drohend zu mir zurück, versetzte mich damit erneut in Panik um mein Leben, sodass ich unkontrolliert zu zittern begann. In der anderen Hand hielt sie immer noch ihren Dolch und baute sich nun wieder vor mir auf. 
„Du kennst die Worte.“
Ich überlegte fieberhaft, was das für Worte sein könnten. Was steckte hinter dieser ganzen Quälerei? Warum hatte die Herrin mich nicht gleich getötet? Fragen über Fragen, die ich nicht beantworten konnte, denn mein Kopf war irgendwie leergefegt. 
Um ein wenig Zeit zu gewinnen beeilte ich mich nach einem vorsichtigen Blick auf ihren Dolch, den sie nun mit der Spitze in die Flammen hielt, schnell zu stammeln: „Herrin… ich weiß nicht... was… was du… jetzt hören willst... aber… aber… aber ich verspreche… dir mit aller Leidenschaft zu dienen!“

Irgendwie veränderte sich jetzt ihr Gesichtsausdruck, soweit ich das trotz ihres Schleiers und dem flackernden Licht überhaupt beurteilen konnte. Zumindest glaubte ich zu sehen, dass ihr Blick milder oder sogar irgendwie versonnen wurde, während sie weiter in die Flammen in ihrer Hand schaute und noch einmal murmelte: „Du kennst die Worte.“ 
Dabei näherten sich die heißen Flammen ihrer Fackel immer dichter meinem nackten Körper, sodass ich bereits die sengende Hitze auf meiner Haut spüren konnte. Mir fiel nichts anderes ein als in meiner Hilflosigkeit schnell zu antworten: „La Kajira Herrin.“ 
Bei diesen Worten, die mein ganzes Leben ändern oder vielleicht auch beenden würden, zuckte die Herrin nur kurz zusammen und herrschte mich dann an: „Was hast du gesagt? Du warst so leise!“ 
„La Kajira, Herrin ich unterwerfe mich dir!“ schrie ich in meiner Verzweiflung und aller auf mich in diesem Moment einstürzenden Gefühle so laut ich konnte und schluchzte danach auf, diesmal jedoch vor Erleichterung. 
Ich hatte mich für Gor entschieden und nun tatsächlich mein Schicksal und mein Leben in die Hand dieser Herrin gegeben. Ein unbeschreibliches Gefühl durchflutete mich, alle Last und Anspannung der letzten Zeit war irgendwie von mir genommen. Voller Vertrauen und Ergebenheit schaute ich die Herrin nun an, die ihre Fackel plötzlich im hohen Bogen aus der offenen Hüttentür in den Sand warf. Sie trat dicht an mich heran, schaute mich mit liebevollem Blick an und streichelte mit ihrer freien Hand sehr sanft über meine Wange. 

„Nun muss ich annehmen oder dich möglichst schmerzlos töten. Was denkst du, wie ich entscheiden werde?“ sprach sie leise, während ich erneut schluchzend meine nassgeweinte Wange in ihre Hand drückte. „Herrin, tu mit mir, was du magst, ich werde jede Entscheidung hinnehmen und werde dir dienen, ich bin deine Kajira!“
Ich konnte mein Glück kaum fassen, als die Herrin mir nun einen sanften Kuss auf die Stirn hauchte, bevor sie zärtlich sprach: „Eine gute Antwort, Liebes.“ 
Dann trat sie einen Schritt zurück und ergänzte feierlich: „Tu Kajira. Ich nehme deine Unterwerfung an. Es wird zwar einen Haufen Ärger geben, weil es einigen nicht passen wird, dass du noch lebst, aber damit werde ich schon fertig werden.“ 
Nachdem sie vorsichtig die Seile an meinen Handgelenken zerschnitten hatte, sank ich vor ihr auf die Knie, umschlang ihre Beine mit meinen Armen und drückte mein Gesicht glücklich in ihren Rock, während ich gelobte: „Ich werde dir eine gute Sklavin sein, meine Herrin“.

meine Herrin
Meine Herrin strich mir zart übers Haar, kniete ebenfalls nieder und nahm mich sanft in den Arm: „Ach meine Kleine. Manchmal überrasche ich mich selbst. Einmal Kajira, immer Kajira. Du wärest auf der Erde niemals froh geworden. Nun schließe deine Augen, ich werde dafür sorgen, dass du tief schläfst und wenn du wieder aufwachst sind wir zu Hause.“ 
Danach spürte ich einen leichten Pieks im Oberarm und wurde tatsächlich erst wieder wach im Haus meiner Herrin auf Samanu. 

Dieses für mich auch heute noch immer sehr aufwühlende Erlebnis, ist nun schon viele Jahre her. Danke meine liebe Herrin, dass ich immer noch bei dir sein darf. „La Kajira meine Herrin!“

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